Das meisterliche Almkäseteam aus Galtür

Hermann, Patrick und Philipp Huber überzeugen mit vielfach ausgezeichneten Käsesorten.

02.10.2023

Die Galtürer Meisterkäser Hermann, Philipp und Patrick Huber (Fotos: West Werbeagentur)


Egal, wie ein Almsommer wettermäßig verläuft – für Hermann Huber aus Galtür und seine Söhne Patrick und Philipp regnet es meistens Medaillen. Bei internationalen Käsewettbewerben räumen die leidenschaftlichen Käser jedenfalls immer groß ab. Bei der Almkäseolympiade in Galtür im Vorjahr erhielten die Lokalmatadore die meisten Preise für die einzelnen Käsesorten und gewannen fünf Sennerharfen in Gold.

Gold kann man nicht essen, den „Goldkäse" aber schon. In ihrer kleinen Hofkäserei auf der Faulbrunnalm produzieren die Hubers Bergkäse, Galtürer Aschenputtel, Trüffelkäse, Safrantraum, Zwergerlkäse, Ziegenkäse (Rote und Weiße Ziege), Ziegenpeter, Ziegenbergkäse, Paznauner bzw. Oberinntaler Almkäse. Der Käse wird u. a. im familieneigenen Hotel Almhof verkauft, wo Hermann Huber, der Anton Mattle als Galtürer Bürgermeister nachfolgte, als gelernter Koch auch selbst in der Küche steht und für die Gäste feine Speisen zubereitet.

Vom Hobby- zum Profikäser
In seiner vom Vater übernommenen Landwirtschaft betrieb Hermann Huber die Käserei zunächst als Hobby. Mit dem guten Gelingen wurde das Interesse an der Käseherstellung immer größer, sodass er den Betrieb professioneller aufziehen wollte. Er steckte seine beiden Söhne mit der Leidenschaft fürs Käsen an und die Familie errichtete vor acht Jahren ihre vorbildlich ausgestattete Hofkäserei. Diese ist gleichzeitig eine Almkäserei, denn der Bauernhof liegt auf 1.700 Meter und die Weiden der Faulbrunnalm schließen gleich daran an. Das hat wesentliche Vorteile: Die Milchkühe können an heißen Sommertagen im Hofstall bleiben, in der Hofkäserei kann das ganze Jahr produziert werden und der Weg auf die Alm ist kurz, wenn Hermann, Patrick und Philipp Huber sich in aller Frühe ans Melken und die Käseherstellung machen.

Foto links: Hof und Alm sind bei den Hubers praktisch eins. | Foto rechts: Die Hofweiden gehen in die Weiden der Faulbrunnalm über.


Größte Landwirtschaft im Bezirk
Mit Hof und Alm betreibt die Familie von Hermann Huber die größte Landwirtschaft im Bezirk Landeck, dazu gehören 70 Stück Galtvieh und 40 Milchkühe. Wegen der guten Milchqualität setzen die Hubers vor allem auf Braunvieh. Aber das ist noch nicht das ganze Geheimnis ihres ausgezeichneten Käses. Hermann Huber: „Die Käseherstellung ist eine hochsensible Angelegenheit. Sie beginnt mit dem richtigen Futter, vor allem mit kräftigen Almkräutern. Und es ist wichtig, dass die Kühe Auslauf und Ruhe haben wie es in einem weitläufigen Almgebiet der Fall ist. Es setzt sich fort mit der gewissenhaften Hygiene im Stall und in der Käserei und dann braucht es auch Erfahrung, Fingerspitzengefühl und 100-prozentigen Einsatz. Nur, wer diese Leidenschaft und diesen Einsatz aufbringt, kann guten Käse produzieren. Der Käse verzeiht keine Nachlässigkeit."

Heikler Ziegenkäse
Die Milch für den Ziegenkäse bezieht die Huber Hofkäserei von anderen Tiroler Bauern. Ziegenkäse sei noch ein Stück heikler in der Verarbeitung als Käse aus Kuhmilch, bestätigt Hermann Huber: „So bockig wie die Ziege verhält sich auch der Käse." Aber die Hubers haben selbst den eigensinnigsten Käse im Griff und sind mit ihren delikaten Käsesorten bei renommierten internationalen Käsewettbewerben stets präsent. Auf die Almkäseolympiade in Galtür freut sich das Almkäseteam Huber immer ganz besonders – Hermann, Patrick und Philipp haben es dann gar nicht weit, die Medaillen und Sennerharfen nach Hause zu tragen.

Auch allen anderen Bäuerinnen und Bauern, die sich für hochwertige regionale Produkte einsetzen, sei zum Abschluss der Almserie 2023 herzlich gedankt. Es seien ihnen bei Wettbewerben und beim Zuspruch der Konsumenten ergiebige Erfolge beschert!


ZUSCHRIFTEN:

Irene Prugger freut sich über Rückmeldungen.
Bitte per Mail an: irene.prugger@inode.at oder auf dem Postweg an die Redaktion der Tiroler Bauernzeitung, Brixner Straße 1, 6020 Innsbruck
(Foto: Privat)


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