FFH-Richtlinie an Lebensrealität anpassen

LH Anton Mattle will Druck machen. Die FFH-Richtlinie sei veraltet und müsse aktualisiert werden, so Mattle und sein Stellvertreter Bauernbundobmann Josef Geisler in Richtung EU.

25.05.2023

Die Lockerung der FFH-Richtlinie sei der einzige Weg für ein praktikables Management. (Foto: Bennytrapp – stock.adobe.com)


Anlässlich bevorstehender Brüssel-Termine von Landeshauptmann Anton Mattle diese Woche erhöht er gemeinsam mit Landeshauptmannstellvertreter Josef Geisler vorab den Druck auf die EU-Kommission, was die Senkung des Schutzstatus des Wolfs angeht. „Die Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie ist mittlerweile 30 Jahre alt und muss dringend der jetzigen Lebensrealität angepasst werden. Tirol beschreitet mit dem Verordnungsweg zur Entnahme von Schad- und Problemtieren einen juristisch neuen Weg. Nachdem die Probleme mit Großraubtieren in Tirol und dem gesamten Alpenraum in den vergangenen Jahren exponentiell gestiegen sind, fordere ich die EU dazu auf, hier entschlossen zu handeln und die Probleme der Menschen ernst zu nehmen!", so LH Mattle.

„Alles rechtlich Mögliche getan, jetzt ist die EU am Zug"
Bauernbundobmann LHStv. Josef Geisler verweist auf die rasche und unbürokratische Entnahmemöglichkeit auf dem Verordnungsweg. Der Abschuss kann damit nicht mehr durch Einsprüche von Tierschutzorganisationen oder Ähnlichen verzögert werden. „Tirol hat in Bezug auf Großraubtiere alles rechtlich Mögliche getan, jetzt ist die EU am Zug! Effektive Herdenschutzmaßnahmen sind auf Tirols Almen großteils nicht möglich und unzumutbar. Aus diesem Grund müssen Wölfe bejagt werden wie jedes andere Wildtier auch. Der Wolf ist aufgrund der enormen Zuwachszahlen keine gefährdete Tierart mehr", fordert Geisler verbindliche Entnahmepläne für große Beutegreifer.

Naherholungsgebiete müssen für Menschen sicher sein
LH Mattle erklärt: „Großraubtiere sind längst nicht mehr nur ein Pro-blem der Land- bzw. Almwirtschaft. Wenn immer mehr große Beutegreifer wie Wölfe und Bären bei uns heimisch werden, bedrohen sie damit nicht nur den Tourismus als wesentliche Wertschöpfungsgrundlage, sondern werden letztendlich für alle Tirolerinnen und Tiroler – ob in den Tälern oder im urbanen Raum – zum Problem. Schließlich ist die Freizeitgestaltung in unseren Naherholungsgebieten am Berg und im Wald für viele ein wesentliches Grundbedürfnis und ein Eckpfeiler unserer hohen Lebensqualität."

Mattle ist diese Woche anlässlich der Plenartagung des Ausschusses der Regionen (AdR) in Brüssel und nimmt vor Ort etliche weitere Termine wahr. Mit Österreichs ständigem Vertreter bei der EU, Nikolaus Marschik, wird er neben Transit und Energie auch das Thema Großraubtiere ansprechen. Gemeinsam mit Südtirol veranstaltet Tirol in Brüssel außerdem eine Veranstaltung unter dem Titel „Die Herausforderungen des Wolfsmanagements in der EU mit dem Fokus auf die alpinen Regionen". Damit will LH Mattle den Druck zur Senkung des hohen Schutzstatus des Wolfs in der EU noch erhöhen.

LH Anton Mattle und LHStv. Josef Geisler weisen die EU auf ihren Zugzwang in Sachen Wolf und Bär hin. (Foto: Fitsch)

 

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