Lichtmess spielt eine wichtige Rolle

Vierzig Tage nach Weihnachten markierte Maria Lichtmess für Bauern den Frühlingsanfang und einen wichtigen Lostag für Mensch und Natur.

29.01.2026

Darstellung des Herrn, Rom, Lateran (Foto: Dr. Heinz Wieser)


Das am 2. Februar, dem 40. Tag nach Weihnachten, gefeierte Fest „Darstellung des Herrn" oder „Lichtmess" spielte im Leben unserer bäuerlichen Bevölkerung eine ganz große Rolle. Bis in unsere Tage hat sich da und dort der Lichtmessmarkt erhalten, wo vor allem Wachsstöcke, Kerzen und Wachsfiguren angeboten wurden. Früher brachte die Bäuerin das rohe Wachs zum Markt und tauschte es beim Wachszieher und Lebzelter gegen gebleichtes Wachs ein.

Bedeutungsvoller Lostag
Nach Ludwig von Hörmann („Tiroler Volksleben") ist dem Bauern das Fest Maria Lichtmess als allererster Frühlingsanfang ein höchst bedeutungsvoller Lostag, der für die Witterung der kommenden warmen Jahreszeit sowie für das Gedeihen der Feldfrüchte entscheidet. Zu Lichtmess war der große Dienstbotenwechsel, der Schlenggeltag. Mit dem Frühling beginnt auch das Arbeitsjahr; jeder Bauer denkt daher daran, sich mit frischen Kräften zur Besorgung der sommerlichen Feldarbeiten zu versehen.

Dienstwechsel
Lichtmess ist ihm deshalb der natürlichste Zeitpunkt zur Aufnahme der Knechte und Mägde und vorzüglich in jenen Gegenden von großer Wichtigkeit, wo noch nach gutem alten Brauche der jährliche Dienstwechsel Sitte ist. Hat ein Dienstherr oder ein Dienstbote einen solchen im Sinne, so trifft er beizeiten seine Vorkehrungen. In Südtirol schließt man häufig schon am Kirchweihfest des verflossenen Jahres den Vertrag durch den sogenannten Leutkauf, zu dessen Bestätigung der Bauer seinem neugedingten Knecht oder der Dirne einen Trunk Wein bezahlt. Das Fest der Darstellung des Herrn, der „Tag des geweihten Lebens", kommt aus Jerusalem. Schon gegen Ende des 4. Jahrhunderts wurde es dort 40 Tage nach dem Fest der Erscheinung des Herrn, wie die Pilgerin Ätheria berichtet, hochfestlich, ja mit osterfreudigem Gepränge gefeiert. Vom Osten kam das Fest schon früh, vielleicht schon im 6. Jahrhundert nach Rom. Hier erhielt es mehr den Charakter eines Muttergottesfestes, während es im Morgenland als Fest des Herrn gefeiert wurde.

Die Liturgie dieses Tages sieht vor: Kerzenweihe, Lichterprozession, Heilige Messe und den anschließenden Blasiussegen, der mit zwei in Kreuzesform verbundenen Kerzen, erteilt wird.


Bauernregeln für den 2. Februar


 

 

 

 

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