15.10.2026

Der feierliche Anschnitt des ersten Tiroler Almkäses g.U. fand auf der Innsbrucker Herbstmesse statt. (© AMTirol/Markus Krapf)
Beim Anschnitt des Tiroler Almkäses g.U. (geschützte Ursprungsbezeichnung) am 9. Oktober auf der Innsbrucker Herbstmesse kamen Vertreter der produzierenden Almen, Ehrengäste und Messebesucher zusammen. Durch die Veranstaltung führte „Almfuchs“ Peter Fuchs.
LAbg. Michael Jäger sprach als Vertreter des Tiroler Almwirtschaftsvereins die Trockenheit und die Präsenz großer Beutegreifer als große Probleme der Almwirtschaft an.
LK-Präsident NR Josef Hechenberger rückte die Arbeit hinter dem Produkt in den Mittelpunkt: „Im Almkäse stecken viel Leidenschaft der Senner und viel Fleiß der Almbauern. Daraus entsteht ein tolles Produkt, das wir hoffentlich zu einem guten Preis verkaufen können, damit unsere Almen auch zukünftig bewirtschaftet bleiben.“ Für Clemens Mair von der Agrarmarketing Tirol ist der nach überlieferter Rezeptur hergestellte Käse ein Leitprodukt der Tiroler Almen. „Es ist ein Original, auf das wir sehr stolz sein können. Wir unterstützen die Almen bei der Bewerbung und Vermarktung dieses Produkts“, erklärte er. Der bei der Veranstaltung angeschnittene Almkäse trägt auch das Gütesiegel „Qualität Tirol“.
Hansjörg Reiter, Obmann des Vereins der Tiroler Almkäse g. U. produzierenden Almen, gab Einblick in die Arbeit der Betriebe: „Ein guter Almkäse braucht Zeit. Nach der Herstellung auf der Alm beginnt die eigentliche Reifephase, in der jeder Laib regelmäßig gepflegt wird und sein typisches Aroma entwickelt. Dieses Zusammenspiel aus bester Almmilch, handwerklichem Können und Zeit können wir nicht industriell ersetzen. Genau das macht den Tiroler Almkäse g.U. so besonders.“ Zu den produzierenden Betrieben zählen die Eng Alm in Hinterriss, die Alpe Lizum im Wattental und die Alpe Außermelan in Wattenberg, die Niederkaser Alm und die Holzalm in Hopfgarten im Brixental, Kasplatzl in Kirchberg, die Ackernalm in Thiersee sowie die Foischingalm in Kirchdorf in Tirol.

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