08.10.2026
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Möglich wurde das durch eine Novelle des Tiroler Landwirtschaftskammergesetzes. Kritik daran kommt von den Grünen Bäuerinnen und Bauern, die unter anderem infrage stellen, ob bei älteren Wahlberechtigten tatsächlich noch eine entsprechende Mitarbeit am Hof gegeben ist.
Bauernbunddirektor Dr. Peter Raggl weist diese Kritik entschieden zurück. Tirol sei das letzte Bundesland, das nun eine entsprechende Regelung für Altbäuerinnen und Altbauern umgesetzt habe. „Unsere Höfe werden großteils als Familienbetriebe geführt, in denen mehrere Generationen tagtäglich zusammenarbeiten. Wer wesentlich am Hof mitarbeitet und Verantwortung trägt, soll auch mitentscheiden können, wer seine Interessen in der Landwirtschaftskammer vertritt“, betont Raggl.
Die Forderung der Grünen bezeichnet Raggl als rückschrittlich: „Von Altbäuerinnen und Altbauern wird selbstverständlich erwartet, dass sie am Hof mitarbeiten, einspringen und Verantwortung übernehmen. Ihnen gleichzeitig das Recht auf Mitbestimmung absprechen zu wollen, passt nicht ins 21. Jahrhundert. Entscheidend ist nicht das Alter, sondern die tatsächliche Mitarbeit am Betrieb. Wer mitarbeitet, soll auch mitbestimmen dürfen.“

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