01.10.2026

Mathias Pargger (Wildbach- und Lawinenverbauung), Markus Stotter (Bgm. Oberlienz), BM Norbert Totschnig, LH-Stv. Josf Geisler und Landesforstdirektor Harlad Oblasser beim Lokalaugenschein in Oberlienz. (© Land Tirol/Hörmann)
Rund 13.000 Hektar Wald sind in Osttirol von den Schäden der vergangenen Jahre betroffen – etwa ein Fünftel der gesamten Waldfläche. Windwurf, Schneedruck und Borkenkäfer haben großflächige Schadflächen hinterlassen. Über den aktuellen Stand der Wiederbewaldung informierten sich Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig und LH-Stv. Josef Geisler bei einem Lokalaugenschein im Einzugsgebiet des Daberbachs in Oberlienz gemeinsam mit Bürgermeister Markus Stotter und Landesforstdirektor Harald Oblasser.
Zwischen 2020 und 2025 wurden in Osttirol rund 6,5 Millionen Forstpflanzen gesetzt, durchschnittlich rund 1,06 Millionen pro Jahr. Ein großer Teil stammt aus dem landeseigenen Forstgarten. Ziel ist der Aufbau standortgerechter Mischbestände, die den Herausforderungen des Klimawandels besser gewachsen sein sollen.
„Die Wiederbewaldung ist eine gemeinsame Kraftanstrengung. Der Bund unterstützt das Land Tirol und die Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer dabei mit den Mitteln des Waldfonds. Was hier in Oberlienz bereits geleistet wurde, ist beeindruckend – und zeigt zugleich, wie viel Einsatz notwendig ist, bis aus einer Schadfläche wieder ein stabiler Wald entsteht“, betont Totschnig.
LH-Stv. Josef Geisler verweist auf die Finanzierung: „Der Wiederaufbau des Waldes braucht einen langen Atem und eine verlässliche Finanzierung. Mit Waldfonds, flächenwirtschaftlichen Projekten, Maßnahmen der ländlichen Entwicklung und Landesförderungen schaffen wir gemeinsam die Grundlage für die Wiederbewaldung und langfristige Stabilisierung der betroffenen Flächen.“
Seit 2019 wurden im Bezirk Lienz rund 38 Millionen Euro an Forstförderungen ausbezahlt.
„Finanzierung allein pflanzt jedoch noch keinen Wald. Gerade in Osttirol sind die Wälder eine zentrale kritische Infrastruktur zur Sicherung für Siedlungen, Verkehrswege und den Lebens- und Wirtschaftsraum. Damit sie ihre Wirkungen wieder voll erfüllen können, braucht es das Zusammenspiel aller Beteiligten“, erklärt Forst- und Sicherheitsreferent Geisler und dankt auch den Waldbesitzern, ausführenden Betrieben und dem Forstdienst für ihr Engagement.
Für den Aufbau der Bestände spielen laut Landesforstdirektor Harald Oblasser auch Mischbaumarten und der Wildeinfluss eine wichtige Rolle. „Es wurde bewusst auf mehr Mischbaumarten gesetzt, die jungen Bestände entwickeln sich gut. Wiederbewaldung ist ein mehrjähriger Prozess, bei dem Rahmenbedingungen wie ein tragbarer Wildeinfluss sehr entscheidend sind“, sagt Oblasser.

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