Einheitliche Maßnahmen für junge Intensivtäter

Junge Mehrfachtäter stellen Behörden, Jugendhilfe und Sicherheitsorgane zunehmend vor große Herausforderungen. Auf Initiative der Regierungsparteien hat der Tiroler Landtag daher einen Abänderungsantrag beschlossen, der den Bund auffordert, österreichweit einheitliche Maßnahmen und Betreuungsangebote für strafunmündige Intensivtäter zu schaffen.

09.07.2026

Immer häufiger sorgen strafunmündige Mehrfachtäter für erhebliche Belastungen im öffentlichen Raum. Der Tiroler Landtag hat deshalb im Zuge eines Abänderungsantrages zu einem Antrag des NEOS-Landtagsklubs ein klares Signal an die Bundesregierung gesendet. Ziel ist die Entwicklung und Umsetzung österreichweit einheitlicher Maßnahmen sowie abgestimmter Betreuungs- und Begleitungsangebote für diese besonders herausfordernde Zielgruppe.

VP-Sicherheitssprecher Christoph Appler begrüßt den Beschluss ausdrücklich:

„Kinder und Jugendliche, die immer wieder straffällig werden, brauchen klare Grenzen, aber genauso gezielte Unterstützung. Es kann nicht sein, dass jedes Bundesland eigene Lösungen entwickeln muss. Hier braucht es ein österreichweit abgestimmtes Vorgehen, damit wir den Betroffenen frühzeitig helfen und gleichzeitig die Bevölkerung bestmöglich schützen.“

Für Appler steht fest, dass Prävention und Sicherheit kein Widerspruch sind, sondern Hand in Hand gehen müssen.

„Wer junge Menschen früh erreicht und ihnen Perspektiven bietet, verhindert oftmals eine kriminelle Laufbahn. Gleichzeitig müssen Behörden, Polizei, Jugendhilfe und Gerichte auf einheitliche Instrumente zurückgreifen können. Nur so können wir rasch und wirksam handeln.“

Der nun beschlossene Antrag richtet sich daher an die Bundesregierung mit der Aufforderung, bundesweit einheitliche Maßnahmen sowie Betreuungs- und Begleitungsangebote für strafunmündige Mehrfachtäter auszuarbeiten und umzusetzen.

„Tirol übernimmt hier Verantwortung und setzt ein klares Signal. Unser Ziel ist es, junge Menschen auf den richtigen Weg zurückzuführen und gleichzeitig für mehr Sicherheit in unserem Land zu sorgen. Dafür braucht es klare Zuständigkeiten, einheitliche Standards und eine enge Zusammenarbeit aller beteiligten Stellen“, so Appler abschließend.

(Foto: VP Tirol)

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