Herkunftskennzeichnung – Tiroler Bauernbund sieht Etappenerfolg

Die jüngsten Fortschritte bei der Herkunftskennzeichnung in der Gastronomie werden begrüßt, nun müsse jedoch eine rasche Umsetzung folgen.

09.07.2026

Woher das Schnitzel stammt, soll künftig auch im Gasthaus ersichtlich sein. (Foto: Barisr Baur – stock.adobe.com)


Für Bauernbundobmann LH-Stv. Josef Geisler sei die aktuelle Bewegung in dieser Frage auch dem konsequenten Einsatz von Tiroler LK-Präsident NR Josef Hechenberger zu verdanken. „Josef Hechenberger hat in den vergangenen Wochen in Wien intensive Gespräche geführt. Er hat nicht locker gelassen und immer wieder deutlich gemacht, dass die Konsumentinnen und Konsumenten ein Recht darauf haben zu wissen, woher die Lebensmittel auf ihren Tellern stammen. Dieser beharrliche Einsatz hat entscheidend dazu beigetragen, dass die Herkunftskennzeichnung wieder ganz oben auf der politischen Agenda steht“, betont Geisler.

 

Einheitliche Lösung gefordert

Die angekündigte Weiterentwicklung bestehender Systeme wertet Geisler als wichtigen ersten Schritt. Es sei richtig, praxiserprobte Modelle zu prüfen und gemeinsam mit Landwirtschaft, Gastronomie, Lebensmittelhandel und Verarbeitung weiterzuentwickeln. Entscheidend sei aber, dass der Prozess nicht auf die lange Bank geschoben werde.

Am Ende müsse eine flächendeckende, einheitliche und einfach umsetzbare Herkunftskennzeichnung stehen, so Geisler. Die Leistungen von Tirols bäuerlichen Familienbetrieben müssten für Konsumentinnen und Konsumenten sichtbar werden.

 

Transparenz für Konsumenten

„Wer bewusst regionale Lebensmittel kaufen möchte, braucht eine verlässliche und transparente Kennzeichnung, auch in der Gastronomie“, sagt Geisler. Der Tiroler Bauernbund sieht in den aktuellen Entwicklungen einen politischen Etappenerfolg, fordert nun aber rasche konkrete Umsetzungsschritte.

„Der Druck der Landwirtschaft hat Wirkung gezeigt. Jetzt gilt es, den eingeschlagenen Weg konsequent weiterzugehen, damit die Herkunftskennzeichnung ehestmöglich flächendeckend Realität wird. Unsere Bäuerinnen und Bauern haben sich faire Wettbewerbsbedingungen verdient und die Konsumentinnen und Konsumenten haben ein Recht auf Transparenz“, so Geisler abschließend.

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