„Geschlossenes Auftreten sichert Zukunft“

Mit dem gemeinsamen Ziel, die Interessen der bäuerlichen Familien in Tirol zu vertreten, präsentierte sich der Tiroler Bauernbund bei der LK-Vollversammlung vergangene Woche in Innsbruck.

21.05.2026

Bereits im Vorfeld der Vollversammlung setzte der Vortrag des politischen Analysten Thomas Hofer wichtige Impulse. Hofer sprach über die zunehmende Entwicklung von der Demokratie hin zur „Emokratie" – einer Gesellschaft, in der Emotionen immer häufiger sachliche Debatten verdrängen. Vereinfachte Botschaften und gezielte Stimmungsmache würden den politischen Diskurs zunehmend bestimmen, während faktenbasierte Argumente immer schwerer Gehör finden. Besonders Funktionäre seien dadurch verstärkt persönlichen Angriffen und Anfeindungen ausgesetzt. Gerade deshalb sei es heute wichtiger denn je, dass sich engagierte Menschen weiterhin für die Landwirtschaft einsetzen und Verantwortung übernehmen. Bauernbundobmann-Stellvertreterin Andrea Lechleitner brachte dies auf den Punkt: „Gerade jetzt dürfen wir das Feld nicht jenen überlassen, die mit lauten Parolen Stimmung machen, Ängste schüren und alles schlechtreden, ohne selbst Verantwortung zu übernehmen oder aktiv etwas bewegen zu wollen." 

Auch Bauernbunddirektor Dr. Peter Raggl betonte die Bedeutung eines geschlossenen Auftretens: „Die Herausforderungen für unsere bäuerlichen Familien werden nicht kleiner. Umso wichtiger ist es, dass wir als Bauernbund geeint auftreten und mit klaren Positionen faktenbasiert für unsere Betriebe und den ländlichen Raum eintreten." 

Anträge als politische Signale
Im Zentrum der Vollversammlung standen die Anträge, mit denen politische Schwerpunkte gesetzt wurden. So sprachen sich die Kammerräte des Tiroler Bauernbundes entschieden gegen zusätzliche bürokratische Aufzeichnungspflichten im Pflanzenschutz aus. Die neuen EU-Vorgaben würden in vielen Bereichen an der Praxis vorbeigehen und insbesondere kleinstrukturierte Betriebe massiv belasten. Gefordert wurden daher praxistaugliche Lösungen und eine deutliche Reduktion unnötiger Bürokratie. 

Ebenso klar positionierte sich der Tiroler Bauernbund gegen die Einführung einer Schenkungs- und Erbschaftssteuer. Haus, Hof sowie Grund und Boden seien über Generationen hinweg durch harte Arbeit geschaffen worden und dürften nicht durch zusätzliche Belastungen gefährdet werden. Besonders Familienbetriebe würden unter solchen Steuern leiden, Betriebsübergaben erschwert und Investitionen gebremst werden. 

Ein weiteres zentrales Anliegen war die Forderung nach gleichen Spielregeln im internationalen Handel. Hohe Standards in der heimischen Landwirtschaft müssten auch für importierte Lebensmittel gelten. Tirols Bauern dürften nicht durch Produkte unter Druck geraten, die unter deutlich niedrigeren Umwelt-, Tierwohl- oder Sozialstandards erzeugt werden.

(Foto: LK Tirol)

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