Lärche im Fokus, Blick auf den Wald

Zum Tag des Baumes am 25. April rückt die Lärche als Baum des Jahres 2026 in den Mittelpunkt. Josef Fuchs, Obmann des Waldverbandes Tirol, gibt Einblick in Holzmarkt und Waldarbeit.

23.04.2026

Josef Fuchs, Obmann des Waldverbandes Tirol (Foto: Privat)


Welche Bedeutung hat die Lärche in Tirol und warum ist sie aktuell besonders gefragt? 

Die Lärche ist nach der Fichte mit sieben Prozent Waldanteil die zweitwichtigste Baumart in Tirol. Sie wird auch im Holzbau aufgrund ihrer Witterungsbeständigkeit seit Menschengedenken geschätzt und gerne verwendet. Aktuell ist sie als Holzart besonders begehrt, da wegen der Russland-Sanktionen keine sibirische Lärche zur Verfügung steht und wird auch gut bezahlt. Sie macht besonders im Frühjahr beim Austrieb und im Herbst bei der Verfärbung ein wunderschönes Landschaftsbild in den fichtendominierten Bergwäldern. 

Wie stellt sich die aktuelle Situation am Holzmarkt dar? 

Der Holzmarkt stellt sich für die Waldbesitzer aktuell stabil dar. Zwar ist die Sägeindustrie aufgrund der für die Waldarbeit günstigen schneearmen Witterung in den Wintermonaten kurzfristig gut mit Rundholz versorgt, die Zufuhr aus dem Ausland hat sich aber wegen Holzmangels stark abgeschwächt dadurch wird die heimische Ware weiterhin begehrt sein. Wenn wir von großen Kalamitätsereignissen verschont bleiben, ist eine stabile Entwicklung zu erwarten. Aktuell stellen wir gemeinsam mit Maschinenring und Waldverband in der Forstservice Tirol die Holzvermarktung für die Waldbesitzer neu auf und möchten so zusätzlich den Markt stabilisieren. Es braucht einen Marktteilnehmer, der das Ziel eines fairen und gerechten Holzpreises für die Waldbesitzer verfolgt. 

Worauf müssen Waldbauern mit Blick auf die kommende Saison besonders achten? 

Mit Beginn der warmen Jahreszeit müssen wir wieder ein starkes Augenmerk auf den Borkenkäfer haben. Besonders in den Schadensgebieten der letzten Jahre sowie in Gegenden, wo der Schädlingsdruck schon die vergangenen Jahre spürbar war, ist auf Käferbefall zu kontrollieren und gegebenenfalls rasch aufzuarbeiten. Den Borkenkäfer im Keim zu bekämpfen ist die beste Strategie gegen eine Massenvermehrung.

 

 

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