Bauern-Demo in Wien mit Tiroler Beteiligung

Am 1. April setzte die heimische Landwirtschaft in Wien ein starkes Zeichen.

09.04.2026

Ob Gemüsebauer oder Rinderzüchter – gemeinsam setzten sich die Tiroler Bauern in Wien für die Herkunftskennzeichnung ein. (Foto: Claudia Giner)


Trotz oder gerade wegen des Datums lautete das Motto der ersten nennenswerten Bauerndemo in Wien seit Jahrzehnten „Mit den Bauern scherzt man nicht". Der neu gegründete Verein „Bündnis Zukunft Landwirtschaft" hatte zur überparteilichen gemeinsamen Kundgebung für landwirtschaftliche Interessen aufgerufen. Die unterschiedlichen Gruppierungen, die sich in Österreich für die Belange der Landwirtschaft einsetzen, sollten vereint ihre Anliegen an die Politik und Öffentlichkeit artikulieren. 

Die Forderungen waren bewusst breit gestreut, um möglichst viele Landwirte zur Teilnahme zu bewegen. Eine der Hauptforderungen war die Einführung einer lückenlosen Herkunftskennzeichnung von Lebensmitteln in der Gastronomie. Eine zweite Kernforderung waren gleiche Standards für heimische Erzeugnisse und Importprodukte insbesondere infolge des Mercosur-Abkommens. Und drittens ging es um faire Zukunftsaussichten für junge Bäuerinnen und Bauern – wie erschwingliche Betriebsmittel und Bürokratieabbau. 

Neben dem organisierenden Verein „Bündnis Zukunft Landwirtschaft" unter Obmann Ernst Tschida riefen der Bauernbund, der UBV, die AGÖ, die Freiheitlichen Bauern und andere Vereinigungen zur Teilnahme auf. Für den Tiroler Bauernbund war die Kundgebung eine wichtige Gelegenheit, auch den innerparteilichen Bremsern die Wichtigkeit einer Herkunftskennzeichnung in der Gastronomie und den Ernst der Lage vor Augen zu führen. „Soll unser Essen Regenwald roden oder Almen pflegen? Herkunftskennzeichnung jetzt!" lautete die Botschaft auf den Tiroler Transparenten. Landwirtschafts- und Umweltminister Norbert Totschnig, der den Austausch mit den kritischen Demonstranten suchte, bedankte sich für die Unterstützung und den Rückenwind. „Das geschlossene Auftreten unserer Bäuerinnen und Bauern ist ein wichtiges Signal in Richtung Brüssel, aber auch innerhalb Österreichs", so Totschnig. 

Die Kundgebung hatte vor allem deshalb so großen Zulauf, weil sie unter dem Zeichen der Gemeinsamkeit stand und von vielen Schultern getragen wurde. Umso bedauerlicher, dass sich einige Landwirte dazu instrumentalisieren ließen, um gegen ihre eigenen Berufskollegen, die die gleichen Anliegen haben, aggressiv zu werden. Das lag sicher nicht im Interesse der Veranstalter und hilft dem gemeinsamen Ziel garantiert nicht weiter.

Die Tiroler Demonstranten mitten im Geschehen. (Foto: Tiroler Bauernbund)

 

 

 

Teilen

Unsere aktuellen Termine

Sprechtag
Dienstag, 14. April 2026
BLK St. Johann i. T.

Details

Sprechtag
Mittwoch, 15. April 2026
BLK Wörgl

Details

Sprechtag
Dienstag, 21. April 2026
BLK Lienz

Details

Sprechtag
Mittwoch, 22. April 2026
BLK Imst

Details

Bauernbund Wetterservice

Das Bauernbund-Agrarwetter ist ab 13. April 2026 rund um die Uhr unter Tel. 0512/56 15 93 – auf 16 parallel geschalteten Leitungen – erreichbar. Die tägliche Aktualisierung erfolgt um 8 Uhr.

aktuelles Wetter

Wozu Tiroler Bauernbund?

In unserem Imagefilm und der Infobroschüre erfahren Sie mehr über Ursprung, Aufgaben, Ziele und die Bedeutung des Tiroler Bauernbundes.

Aktuelle Videos

Volltextsuche

Die einfache Suche nach Personen, Orten, Dingen und Terminen!

Tiroler Bauernbund · Brixner Straße 1 · 6020 Innsbruck | +43 512 59 900-12 | tbb@tiroler-bauernbund.at
Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag von 8 bis 12 Uhr und 13 bis 16 Uhr | Freitag von 8 bis 12 Uhr

powered by webEdition CMS