Novelle des Tiroler Jagdgesetzes

Die Landwirtschaftskammer Tirol, der Tiroler Jägerverband und der Tiroler Bauernbund haben vergangene Woche zur Informationsveranstaltung nach Schönwies geladen.

02.04.2026

Rund 120 Bauern und Jäger aus dem Bezirk haben sich aus erster Hand informiert. Bezirksobmann Elmar Monz: „Die große Teilnahme zeigt die Wichtigkeit für das Thema, das die Jagd und Landwirtschaft gleichermaßen betrifft. Unter den zahlreichen Teilnehmern konnte Monz neben den Referenten Landesjägermeister Anton Larcher, Beauernbunddirektor Peter Raggl auch den Vertreter der BH Landeck Manuel Wolf, en Bezirksforstinspektor Manuel Knabl, die Bezirksbäuerin Gertrud Denoth sowie einige Bürgermeister begrüßen. Auch der ehemalige Bezirksjägermeister Hermann Siess ist der Einladung gefolgt. Elmar Monz zeigte eindrucksvoll den Werdegang der nunmehrigen Gesetzesnovelle auf. „Unsere politischen Vertreter haben hier sehr gute Arbeit auf den unterschiedlichen Ebenen geleistet. Angefangen vom Bundesminister Norbert Totschnig der den Prozess auf europäischer Ebene sehr geschickt und konsequent vorangetrieben hat. Auf Basis der Senkung des Schutzstatus des Wolfes auf EU-Ebene, eine Anpassung, welche lange Zeit als unmöglich galt wurden die Regelungen für ein verbessertes Wolfsmanagement neu aufgestellt. Durch den jahrelangen, konsequenten Einsatz der landwirtschaftlichen Interessenvertretung mit Landesrat Josef Geisler und Landwirtschaftskammerpräsident Josef Hechenberger an der Spitze konnte diese wichtige Weiterentwicklung nun erreicht werden. Natürlich hat auch unser Landeshauptmann Anton Mattle diese Weiterentwicklung stets unterstützt. Auf dieser Grundlage entstand schlussendlich die nunmehrige Jagdgesetznovelle, welche im Februar vom Landtag beschlossen wurde. Die Umsetzung, das heißt die Wolfsentnahme liegt aber bei der Jägerschaft - die Landwirtschaft und Almwirtschaft muss gut zuarbeiten! An der Stelle richtete Bezirksobmann Elmar Monz einen großen Dank und ein großes Lob an die Jägerschaft aus: „Drei Wölfe wurden heuer schon im Bezirks Landeck zum Abschuss freigegeben, ihr habt alle drei in sehr kurzer Zeit erlegt! Das ist großartig!" Aus Sicht der Landwirtschaft und der traditionellen Almwirtschaft sind vor allem die schnelleren, unbürokratischen Entnahmen und der „Schuss auf Sicht" bei direkter Gefährdung auf Almen und Weiden als sehr großer Erfolg zu werten.

Im Zentrum der Veranstaltung stand die Vorstellung der neuen gesetzlichen Bestimmungen, welche vom Bauernbunddirektor Peter Raggl sehr verständlich präsentiert wurden. Der Tiroler Landesjägermeister Anton Larcher hat als Fachexperte zur praktischen Umsetzung der Novelle aus der Sicht der Jägerschaft referiert. Die Bedrohungslage durch die Wölfe ist akut und wird sich aufgrund der hohen Reproduktionsraten noch verschärfen, daher ist eine sehr gute und schnelle Kommunikation zwischen Landwirtschaft und Jägerschaft besonders wichtig. Auch ein länderübergreifendes Monitoring ist unbedingt notwendig, da die Raubtiere bekanntlich keine Grenzen kennen, so Landesjägermeister Larcher.

„Die Informationsveranstaltung war ein voller Erfolg und zeigte sehr deutlich auf, welche Meilensteine erreicht wurden." Es ist sehr wichtig, dass alle Beteiligten den gleichen Informationsstand haben, schließt der Organisator der Veranstaltung LK Bezirkstellenleiter Peter Frank.

(Foto: LK Tirol)

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