26.03.2026

Im neuen Kühlhaus im Landesforstgarten Bad Häring werden Forstpflanzen bei niedrigen Temperaturen gelagert.
Frisch, gesund und pflanzfähig – im neuen Kühlhaus im Landesforstgarten Bad Häring werden Forstpflanzen unter kontrollierten Bedingungen gelagert. Gerade vor dem Hintergrund des Klimawandels gewinnt das an Bedeutung. Tirolweit wird ein zusätzlicher Bedarf von rund 400.000 Mischbaumarten pro Jahr erwartet. Damit steigen auch die Anforderungen an Produktion, Lagerung und Verteilung der Pflanzen. Das neue Kühlhaus in Bad Häring ist darauf ausgelegt. Es umfasst eine Kühlhalle mit Deckenkühlung, eine Manipulationshalle sowie Technik- und Nebenräume und verfügt über eine Nutzfläche von rund 500 Quadratmetern. Der Standort gilt bereits als zentrale Logistikdrehscheibe der Tiroler Landesforstgärten.
„Kühlhäuser sind in Forstgärten ein entscheidender Bestandteil der Infrastruktur: Sie verlangsamen die natürlichen Lebensprozesse der Pflanzen“, betont Landesforstdirektor Harald Oblasser. Die Tiroler Landesforstgärten produzieren an drei Standorten jährlich mehr als 3,3 Millionen Forstpflanzen für Wiederbewaldungs-, Verjüngungs- und Rekultivierungsmaßnahmen.
„Gerade in Tirol sind gesunde Wälder unverzichtbar – sie schützen unsere Siedlungen vor Naturgefahren, sichern Arbeitsplätze und sind wertvoller Lebens- und Erholungsraum. Deshalb investieren wir gezielt in klimafitte Wälder und in eine moderne Forstpflanzenproduktion. Das neue Kühlhaus in Bad Häring ist ein wichtiger Baustein, um die Wiederbewaldung auch unter den Bedingungen des Klimawandels sicherzustellen – mit standortangepassten Forstpflanzen als wichtige Grundlage“, betont Forstreferent LH-Stv. Josef Geisler.
Produktion für den Wald von morgen
Seit mehr als 60 Jahren produzieren die Tiroler Landesforstgärten Forstpflanzen. „An unseren drei Hauptstandorten Stams, Nikolsdorf und Bad Häring bewirtschaften wir rund 35 Hektar Anbaufläche. Zusätzlich werden rund acht Hektar Hochlagen- und Generhaltungsplantagen betreut, in welchen unter anderem Lärche, Tanne, Spirke und seit Kurzem auch Esche kultiviert werden“, so Daniela Pollak, Leiterin der Tiroler Landesforstgärten. Am Standort Bad Häring werden auf über zwölf Hektar jährlich mehr als 550.000 Nadelbäume sowie über 100.000 Laubbäume produziert, darunter Lärche, Tanne und Fichte sowie Ahorn, Eiche und Buche.
Mit einem Team von neun Mitarbeitern wird ein breites Sortiment an Forstpflanzen erzeugt. Rund 90 Prozent der Pflanzen werden als wurzelnackte Forstware produziert.
„Unsere Arbeit beginnt viele Jahre bevor ein Baum im Wald steht. Im Forstgarten ziehen wir jene Pflanzen heran, die später stabile und widerstandsfähige Wälder bilden sollen. Dabei achten wir besonders auf hochwertige Pflanzenqualität und auf Baumarten, die auch mit den zukünftigen klimatischen Bedingungen gut zurechtkommen“, erklärt Betriebsleiter Daniel Meier.
„Gerade vor dem Hintergrund des Klimawandels bilden klimafitte Baumarten eine zentrale Grundlage dafür, dass Wälder auch in Zukunft ihre vielfältigen Funktionen erfüllen können – als Lebensraum für Tiere und Pflanzen, als Schutzwald, als wichtige wirtschaftliche Ressource, aber auch als Erholungsraum für uns Menschen“, betont LH-Stv. Geisler abschließend.
Im neuen Kühlhaus in Bad Häring:
Daniela Pollak, Harald Oblasser,
Daniel Meier und Christian Annewanter.
Fotos: Land Tirol/Trenker

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