Zeichen der Solidarität am Aschermittwoch

Das Benefizsuppenessen der Katholischen Frauenbewegung eröffnete die Fastenzeit und setzte ein klares Signal für Teilhabe und Frauenrechte.

26.02.2026

Die Fastensuppe wurde von den Schülern der HBLFA Tirol zubereitet. Im Mittelpunkt des heurigen Benefizsuppenessens stand das Motto „Beteiligung kommt von Teilen". (Foto: Sigl/Dibk)


Mit großem Interesse und spürbarer Solidarität aller Beteiligten fand am Aschermittwoch das traditionelle Benefizsuppenessen der Katholischen Frauenbewegung (kfb) vor dem Innsbrucker Stadtturm statt. Zahlreiche Besucher aus Kirche, Politik und Zivilgesellschaft folgten der Einladung und setzten so zu Beginn der Fastenzeit ein sichtbares Zeichen gelebter Nächstenliebe und weltweiter Verbundenheit. „Die Fastenzeit ist eine heilige Zeit, in der wir versuchen sollten, Gott einen Raum in uns selbst und in unserem Alltag zu sichern", hob Bischof Hermann Glettler zu Beginn seiner Grußworte hervor. 

Im Mittelpunkt des heurigen Jahres steht das Motto „Beteiligung kommt von Teilen". Damit lenkt die kfb den Blick auf ein Thema, das sowohl im Globalen Süden als auch in Europa nichts an Aktualität verloren hat: gesellschaftliche Teilhabe. Es geht darum, Frauen zu ermächtigen, Entscheidungen mitzugestalten und ihre Rechte im familiären und sozialen Umfeld wahrzunehmen. „Wer Frauen unterstützt, unterstützt deren Familien, ihre Kinder und die ganze Gemeinschaft", betonte Helene Daxecker-Okon, Vorsitzende der kfb Innsbruck, am Familienfasttag. 

Ort der Begegnung
Beeindruckende Einblicke bot die Vorstellung der indischen Partnerorganisation SEEDS, die im Bundesstaat Jharkhand in 131 Dörfern tätig ist. Ihre Arbeit zeigt, wie Wandel gelingen kann, wenn Frauen Zugang zu Bildung, rechtlicher Unterstützung und gemeinschaftlichen Entscheidungsprozessen erhalten. Durch Workshops, lokale Initiativen und kontinuierliche Hilfestellung werden Frauen und Mädchen ermutigt, sich selbstbewusst einzubringen. 

Auch das Benefizsuppenessen selbst war ein Ort der Begegnung. Beim Essen der von den Schülern der HBLFA Tirol zubereiteten Suppen und des Brotes der Bäckerei Moschen bot sich Gelegenheit zum Austausch über globale Gerechtigkeit und über die Lebensrealitäten von Frauen, deren Stimmen sonst kaum gehört werden.

 

 

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