„Regional statt Risiko“

Der LAbg. und Obmann der Direktvermarkter Michael Jäger warnt vor falschen Gesundheitsversprechen bei Milchersatzdrinks.

26.02.2026

Die jüngsten Berichte über mögliche Belastungen mit Schimmelpilzgiften in Mandel-, Hafer- und Sojadrinks zeigen deutlich: Importierte Milchersatzprodukte sind nicht automatisch die bessere Wahl. Besonders kritisch sieht der Bezirksbauernobmann von Kufstein LAbg. Michael Jäger, zugleich Obmann der Tiroler Direktvermarkter, die verbreitete Darstellung dieser Produkte als „gesündere Alternative". 

„Besonders in der Werbung wird gerne suggeriert, Mandel-, Hafer- oder Sojadrinks seien grundsätzlich gesünder als heimische Milch. Das ist eine verkürzte und irreführende Darstellung", stellt Jäger klar. „Wenn in importierten Rohstoffen Rückstände oder Belastungen festgestellt werden, zeigt sich, wie wichtig Herkunft und Kontrolle tatsächlich sind." 

Gerade Kinder reagieren empfindlicher auf Schadstoffe und Rückstände in Lebensmitteln. Ihr Organismus befindet sich im Wachstum, ihr Stoffwechsel ist sensibler. „Schon geringe Belastungen können stärkere Auswirkungen haben. Deshalb dürfen wir bei Lebensmitteln, die täglich konsumiert werden, keine Kompromisse eingehen", betont Jäger. 

Österreich verfüge über eines der strengsten Lebensmittelkontrollsysteme Europas. Heimische Milch und Milchprodukte unterliegen klaren gesetzlichen Standards, engmaschigen Kontrollen und einer lückenlosen Rückverfolgbarkeit. „Unsere Bäuerinnen und Bauern stehen mit ihrem Namen für Qualität. Das ist ein Unterschied zu anonymen Rohstoffströmen aus aller Welt." 

Transparenz und Sicherheit
Jäger spricht sich klar gegen pauschale Ernährungsmythen aus: „Es geht nicht darum, jemandem Produkte zu verbieten. Aber es geht darum, ehrlich zu sagen: Pflanzliche Milchersatzdrinks sind nicht automatisch gesünder – und schon gar nicht per se hochwertiger als heimische Milch." 

Die Vorteile regionaler Lebensmittel liegen auf der Hand: 

„Wer heimisch und regional einkauft, entscheidet sich bewusst für Transparenz und Sicherheit", so Jäger. „Gerade wenn es um die Ernährung unserer Kinder geht, darf Herkunft kein Nebenthema sein." Abschließend hält der Bezirksbauernobmann fest: „Gesunde Ernährung beginnt nicht beim Marketing – sondern bei der Verantwortung. Und diese Verantwortung tragen wir alle mit jeder Kaufentscheidung."

(Foto: VP Tirol)

 

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