04.02.2026

Insgesamt zeigt die Auswertung eine stabile Situation in der Almwirtschaft, gleichzeitig aber einen deutlichen Anstieg bei den durch große Beutegreifer verursachten Schäden. Im Berichtsjahr 2025 wurden insgesamt 869 tote, verletzte und vermisste Nutztiere im Zusammenhang mit großen Beutegreifern durch das Land Tirol entschädigt. Im Vergleich dazu waren es im Jahr 2024 noch 403 Nutztiere.
Entschädigungen gestiegen
Der Großteil der Schäden im Jahr 2025 ist auf Wolfsbeteiligung zurückzuführen. 232 entschädigte tote Nutztiere – darunter 214 Schafe, vier Ziegen, 13 Rinder und ein Alpaka – sowie 419 vermisste Nutztiere wurden dem Wolf als Verursacher zugeordnet. Damit entfallen rund 84 Prozent der entschädigten toten Nutztiere sowie etwa 71 Prozent der als vermisst entschädigten Nutztiere auf den Wolf. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Zahl der aufgrund von Wolfsbeteiligung entschädigten toten Nutztiere um rund 50 Prozent, jene der als abgängig entschädigten Nutztiere knapp 140 Prozent.
Von den im Jahr 2025 entschädigten Nutztieren entfielen 277 auf tote Nutztiere, was gegenüber dem Vorjahr einer Steigerung von 31 Prozent entspricht. Diese verteilen sich auf 252 Schafe, vier Ziegen, 16 Rinder, zwei Esel, zwei Ponys und ein Alpaka. Zusätzlich wurden 592 als abgängig gemeldete Nutztiere entschädigt – ein Anstieg von über 200 Prozent im Vergleich zum Jahr 2024 (192 Tiere). Im vergangenen Jahr wurden 200 Anträge auf Entschädigungszahlungen und Förderung von Futterkosten gestellt. Das Land Tirol hat rund 219.000 Euro an Entschädigung für gerissene und vermisste Weidetiere sowie rund 24.000 Euro an Beiträgen für Futterkosten für rund 560 vorzeitig von Almen abgetriebene Tiere geleistet.
Sechs Entnahmen
Im Jahr 2025 wurden 27 Maßnahmenverordnungen für einen Schad- oder Risikowolf erlassen. Auf Grundlage dieser Verordnungen wurden sechs Wölfe entnommen – davon vier im Bezirk Lienz sowie je einer in den Bezirken Landeck und Imst. Zum Vergleich: Im Jahr 2024 wurden zwei Wölfe entnommen. Zudem wurde im Bezirk Landeck eine Maßnahmenverordnung für einen Bären erlassen, die eine Ausnahme zur Vergrämung und Besenderung eines Braunbären vorsah.
Wolfs-Präsenz in Tirol
Der Wolf wies auch im Berichtsjahr 2025 die mit Abstand höchste Präsenz unter den großen Beutegreifern auf. Tirolweit wurden 86 Wolfsnachweise registriert, mit einem regionalen Schwerpunkt im Bezirk Lienz. Insgesamt konnten mindestens 31 verschiedene Wolfsindividuen genetisch nachgewiesen werden. Das entspricht einer Zunahme von 35 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Bis auf ein Individuum entstammten alle nachgewiesenen Wölfe der italienischen beziehungsweise alpinen Quellpopulation.
(Foto: Byrdyak – stock.adobe.com)

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