27.11.2025

Frische, unverarbeitete Lebensmittel sind für eine gesunde Ernährung unverzichtbar. (Foto: agrarfoto.com)
Neue wissenschaftliche Analysen im Fachjournal „The Lancet" warnen vor der steigenden Bedeutung hochverarbeiteter Lebensmittel in Europa. Produkte mit viel Zucker, Fett, Salz und zahlreichen Zusatzstoffen erhöhen laut Studie das Risiko für Typ-2-Diabetes, Adipositas, Darmerkrankungen, Depressionen und Herz-Kreislauf-Leiden deutlich. Die EU prüft bereits eine Steuer auf solche Produkte.
Für Michael Jäger, Obmann der Tiroler Direktvermarkter und Bezirksbauernobmann von Kufstein, bestätigt dieser Bericht, wie wichtig regionale Alternativen geworden sind. „Die Tirolerinnen und Tiroler wollen wissen, wo ihre Lebensmittel herkommen – und genau dafür stehen wir Direktvermarkter", sagt Jäger. „Wenn wissenschaftliche Studien zeigen, dass der Konsum stark verarbeiteter Produkte massiv zugenommen hat und mit ernsten Krankheitsrisiken verbunden ist, dann müssen wir als Region umso mehr auf echte, unverfälschte Lebensmittel setzen." Jäger verweist weiter darauf, dass viele industriell hergestellte Produkte Zusatzstoffe enthalten, die in einer normalen Küche nicht verwendet werden.
Frische Lebensmittel als Basis
Der Obmann hebt die zentrale Rolle regionaler Betriebe hervor: „Unsere Bäuerinnen und Bauern zeigen täglich, dass hohe Qualität, kurze Wege und ehrliche Herstellung kein Trend, sondern ein Versprechen sind." Auch der Gesundheitsaspekt sei nicht zu unterschätzen: „Frische, unverarbeitete Lebensmittel bilden die Basis einer ausgewogenen Ernährung", betont Jäger. „Wenn wissenschaftliche Arbeiten klar darstellen, dass stark verarbeitete Produkte das Risiko schwerer Krankheiten erhöhen, dann ist es unsere Aufgabe zu zeigen, dass es auch anders geht – nämlich mit echter Qualität direkt vom Bauern. Wenn der Trend mit dem Griff zum industriell hergestellten Essen so anhält, wird das mittelfristig unser Gesundheitssystem budgetär massiv belasten."
Kompetenz in Schulen vermitteln
Dazu fordert Jäger zum wiederholten Male, Ernährungskompetenz in Schulen noch intensiver zu vermitteln. „Die Tendenz, Unterrichtsfächer in denen Ernährung und Lebensmittelverarbeitung gelehrt wird, eher einzukürzen ist ein Fehler." Deswegen appelliert Jäger an Entscheidungsträger auf allen Ebenen, regionale Produktionsstrukturen und die Vermittlung von Wissen um Ernährung und Lebensmittelverarbeitung weiterhin zu stärken. Denn es handle sich hierbei um eine Entwicklung, die zum Problem für die gesamte Bevölkerung werden kann: „Wer regionale Wertschöpfung unterstützt, stärkt nicht nur die Gesundheit, sondern auch unsere bäuerlichen Familienbetriebe und die Versorgungssicherheit im Land."

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