Klimafitness durch den Waldfonds

Der Rechnungshof übt Kritik am Zustand der Schutzwälder bezüglich Klimafitness. Laut NR-Abgeordnetem Hermann Gahr und BM Norbert Totschnig wurde jedoch ein Großteil der Empfehlungen des Rechnungshofes umgesetzt oder befindet sich derzeit in Umsetzung.

08.02.2024

Die Zukunft des Waldes liegt bei den Aufforstungen im Fokus. (Foto 1: agrarfoto.com | Foto 2: Leitner Silvia)


Im Plenum wurden zahlreiche Rechnungshof-Berichte rund um die Land- und Forstwirtschaft diskutiert und zur Kenntnis genommen. ÖVP-Rechnungshof-Sprecher Hermann Gahr meldete sich zum Bericht „Wald im Klimawandel: Strategien und Maßnahmen" zu Wort. Der Rechnungshof überprüfte den Waldzustand in Österreich im Hinblick auf den Klimawandel. Der überprüfte Zeitraum umfasste die Jahre 2015 bis 2020. Abschließend gab es 27 Schlussempfehlungen.

Der RH kritisiert vorwiegend, dass Fördergelder nicht ausreichend zum Aufbau klimafitter Wälder eingesetzt werden. Allein im Jahr 2020 verursachte der Klimawandel bei der Österreichischen Bundesforste AG Kosten in der Höhe von 48 Millionen Euro. Und rund ein Drittel des gesamten Schutzwaldes in Österreich befindet sich in einem weit fortgeschrittenen Zustand des Zerfalls oder ist überaltert. Seine Sanierung ist kostspielig.

Waldfonds: Antwort auf den Klimawandel
„Die beste Antwort darauf ist der Waldfonds. Dieser wurde jetzt um weitere zwei Jahre verlängert. Mit jeweils 50 Millionen Euro pro Jahr in den Jahren 2024 und 2025. Diese Investition ist zentral für die Sicherheit der Bevölkerung vor Naturgefahren und eine wichtige Investition in die Zukunft unseres Landes. Vielen Dank an Bundesminister Norbert Totschnig für seinen Einsatz", sagt Hermann Gahr.

Bundesminister Totschnig berichtete, dass der Großteil der Empfehlungen des Rechnungshofes umgesetzt wurden oder noch in Arbeit sind. Gerade in kürzlich beschlossenen Maßnahmen wie die Novellierung des Waldfondsgesetzes wurden viele Empfehlungen eingearbeitet. So wird es künftig Auskunft über den Umsetzungsgrad des Waldfonds geben.

„Zahlreiche Empfehlungen wurden bereits umgesetzt, so wurde der Klimaschutz im Forstgesetz verankert. Es gibt Förderungen und Anreize für Alters- und Baumartendurchmischung. Die Sollindikatoren der Waldstrategie werden überarbeitet und im Walddialog eingebrachte Maßnahmen werden intensiv diskutiert und evaluiert. Man sieht klar, hier ist einiges passiert und die Empfehlungen des Rechnungshofes werden umgesetzt. Der Klimawandel ist eine große Herausforderung gerade auch für unsere heimischen Wälder, da sie diese hohen Temperaturen nicht gewohnt sind und die Unwetterereignisse inklusive Schädlingsbefall werden immer mehr. Wir setzen alles daran, dass unsere Wälder klimafit werden, der Waldfonds ist hier ein zentrales Mittel", so Gahr.

Waldschutz ist Teil des Österreichplans
Auch im Österreichplan von Bundeskanzler Karl Nehammer findet der Waldfonds als wichtige Maßnahme Platz. Unser klares Ziel ist es, optimale rechtliche Rahmenbedingungen zu schaffen, um eine nachhaltige Bewirtschaftung unserer Wälder sicherzustellen. Zentral dafür ist eine flächendeckende kleinstrukturierte Land- und Forstwirtschaft. „Bundeskanzler Nehammer setzt auf die Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit unserer Land- und Forstwirtschaft. Im Zentrum stehen hier unsere bäuerlichen Familienbetriebe, die tagtäglich unsere Lebensmittel produzieren. Mit dem Österreichplan stellen wir die Weichen für eine zukunftsfitte Weiterentwicklung", so Gahr.

 

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