Der Almbauerntag 2022

Um Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Almwirtschaft ging es letzte Woche in Ebbs.

24.11.2022

Obmann Josef Lanzinger, Anton Steixner, Ehrenobmann Paul Landmann, NR Josef Hechenberger, Almwirtschaft Österreich Obmann Erich Schwärzler, LHStv. Josef Geisler (Foto: Thomas Steinlechner)


Mit dem jährlichen Tiroler Almbauerntag wurde vergangenen Samstag in Ebbs Bilanz über das Almjahr 2022 gezogen. Neben den Ehrengästen konnte Obmann Josef Lanzinger zahlreiche Almingerinnen und Alminger begrüßen und ihnen für ihre Dienste auf Tirols Almen mit der Überreichung einer Ehrenurkunde danken. Für ausgezeichnete Verpflegung sorgten die Ebbser und Buchberger Bäuerinnen.

Schützenswerte Almwirtschaft
Tirol ist in der Milchkuhalpung Spitzenreiter in Österreich. Gingen seit dem Jahr 2000 etwa fünf Prozent der bewirtschafteten Almen und damit grasendes Vieh verloren, so konnten in den Jahren 2020 und 2021 wieder leichte Zunahmen des Milchkuhalmauftriebs verzeichnet werden. Ein Hauptgrund für den Rückgang bei Schafbauern ist für Lanziger das Großraubtier Wolf. „Betroffen sind in Tirol vor allem Schafe und Ziegen. Der optimale Zustand von kleinen, aneinander gewöhnten Schafherden ist bedroht. Almwirtschaft muss höheres Schutzgut als der Wolf sein, deshalb ist ein effizienter Abschuss unbedingt erforderlich. Dass der Wolf nicht mehr vom Aussterben bedroht ist wird im Übrigen auch von der Wissenschaft so gesehen", erklärt Lanzinger. Tabuthema ist die Entnahme von Wölfen europaweit nicht: Frankreich verzeichnete heuer 105 von 115 genehmigten Abschüssen.

Leistung muss sich lohnen
LHStv. und Bauernbundobmann Josef Geisler unterstreicht die besondere Stellung der Almwirtschaft in Tirol. „Wir haben hier einen Produktionsraum für wertvolle und einzigartige Erzeugnisse, die von der Gesellschaft eingefordert werden. Das muss sich für unsere Bäuerinnen und Bauern auch wirtschaftlich lohnen. Jetzt gilt es, die aktuellen Herausforderungen der Bevölkerung nahezubringen und dementsprechende finanzielle Grundlagen zu schaffen."

In die gleiche Kerbe schlägt LK-Präsident Josef Hechenberger. „Mit Festlegung der GAP 2023 haben wir Planungssicherheit für die nächsten Jahre, eine Inflationsanpassung der Leistungsabgleiche wird noch notwendig sein. Besonders stört mich der Vorwurf, dass die Landwirtschaft keinen Tierschutz ausübt. Vor allem den Bauern liegt das Wohl ihrer Tiere am Herzen, denn nur gesundes Vieh verspricht wirtschaftlichen Erfolg. Hier gilt es, Tierschutz mit Hausverstand und Augenmaß zu betreiben."

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