1,28 Mio. Euro für Regionalität und Almen

Das Land Tirol unterstützt die Käseproduktion im Lande mit finanziellen Mitteln.

24.11.2022

Viel Arbeit steckt hinter dem Käselaib. (Foto: Adobe Stock)


Tirol zeichnet sich unter anderem durch eine Vielzahl an landwirtschaftlichen Produzenten aus, die regionale Produkte mit höchster Qualität herstellen. Dazu zählen beispielsweise Käse, Joghurt, Rahm oder Butter. Um die Produktionsbedingungen zu verbessern sowie zu modernisieren und eine nachhaltige hochwertige Produktion sicherzustellen, beschloss die Tiroler Landesregierung auf Antrag von Landwirtschaftslandesrat Josef Geisler drei Käsereien in Tirol insgesamt rund 810.000 Euro zur Verfügung zu stellen. Gleichzeitig werden im Rahmen des Projekts „Sennalmen 2022" rund 26.000 Euro bereitgestellt, um Almbewirtschafter bei der Deckung ihrer Personalkosten zu unterstützen. Zusätzlich zu Bundes- bzw. EU-Mitteln wird auch der Fohlenhof in Ebbs (Bezirk Kufstein) mit rund 444.000 Euro gefördert.

„Insgesamt sind dies rund 1,28 Millionen Euro, mit welchen wir einmal mehr ein Ausrufezeichen für Tirols hochwertige Produktion regionaler Erzeugnisse und die Almbewirtschaftung setzen. Wir bekennen uns damit ganz klar zur Regionalität und zu unserer heimischen Landwirtschaft", sagt LH Anton Mattle, dass beste Produktionsbedingungen auch die Voraussetzung für eine erfolgreiche Vermarktung und Positionierung der Tiroler Produkte am nationalen und internationalen Markt darstellen – die Basis, um auch langfristig am Wettbewerbsmarkt bestehen und Arbeitsplätze sichern zu können. So profitieren von den Mitteln, die vonseiten des Landes zusätzlich zu Bundes- bzw. EU-kofinanzierten Fördermitteln (Programm für die ländliche Entwicklung) bereitgestellt werden die Käsereien der Sennergenossenschaft Hatzenstädt in Niederndorfberg (Bezirk Kufstein), die ErlebnisSennerei Zillertal KG in Mayrhofen (Bezirk Schwaz) sowie der Käsekeller der Alpbachtaler Heumilch-Käserei in Reith im Alpbachtal (Bezirk Kufstein). Insgesamt beschäftigen die drei Betriebe knapp 90 MitarbeiterInnen.

Qualitativ hochwertiger Käse
„Mit den freigegebenen Landesförderungen können die Produzentinnen und Produzenten wesentliche Investitionsvorhaben realisieren. So wird unter anderem sichergestellt, dass Käsespezialitäten qualitativ hochwertig und hygienisch einwandfrei hergestellt werden. Gleichzeitig können die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durch neue Gerätschaften massiv entlastet werden. Die teils körperlich schweren Arbeiten werden mit dem Einsatz neuester Technik um ein Vielfaches erleichtert", berichtet der für Landwirtschaft zuständige Bauernbundobmann LHStv. Josef Geisler.

Umbaumaßnahmen, neue Käsepressen sowie neue Rahm-, Milch- oder Joghurt-Tanks, eine verbesserte Energieeffizienz, Kapazitätserweiterungen bei Produktion und Lagerung sowie modernere Geräte, die in Sachen Arbeitserleichterung, Kühlung und Käsepflege positive Effekte ermöglichen – Beispiele dafür, wofür die Mittel bei den drei Betrieben investiert werden. „Die geförderten Betriebe sind nicht nur wichtige Arbeitgeber, sondern auch wesentlich für die Belieferung des heimischen Großhandels und der heimischen Gastronomie. Durch ihre Tätigkeit sind sie Aushängeschild für Tirols regionale Kulinarik, die sich unter anderem durch hochwertigste (Bio-)Produkte aus Milch auszeichnet", so Geisler.

Höchstqualifiziertes Personal
Gleichzeitig ist auch die Almbewirtschaftung sowie die Herstellung und Vermarktung von Almprodukten ein wesentliches Standbein der Tiroler Agrarwirtschaft. Um Almsennereien bei den Personalkosten zu unterstützen, wurde bereits im Jahr 2017 das Projekt für die Sennalmen im Bezirk Landeck gestartet. Dabei wird der Dienstgeberbeitrag zu den Sozialversicherungskosten des Sennpersonals von den Standortgemeinden, den Tourismusverbänden und vom Land Tirol zu gleichen Teilen übernommen. Heute zählt das Projekt Sennalmen 21 Almen im Bezirk Landeck, drei im Bezirk Reutte und zwei im Bezirk Imst. „Mit diesem Projekt unterstützen wir Sennalmen in ihrer traditionellen Form der Almbewirtschaftung, Produktveredelung und Steigerung der Wertschöpfung bei Almprodukten. Bestens ausgebildete Sennerinnen und Senner sind die Grundvoraussetzung, um die hohen Standards – speziell auch bei Almkäse – einzuhalten. Sie sind hochqualifiziert und zunehmend schwerer zu finden. Umso wichtiger ist es, dass wir die Almbewirtschaftung unterstützen", ist Josef Geisler überzeugt. Die rund 26.000 Euro werden zu den Sozialversicherungsbeiträgen gewährt – Almbewirtschafter werden damit entlastet und in weiterer Folge die Milchkuhalpung und die Produktion von hochwertigem Almkäse gesichert.

Vorbildhafte Zuchtarbeit
Zu Bundes- und EU-Förderungen ergänzende Landesmittel werden infolge der Regierungsbeschlüsse nicht nur für regionale Lebensmittelproduktion, sondern auch für die Zuchtarbeit nach höchsten Tierwohlstandards bereitgestellt: Mit rund 444.000 Euro werden am Fohlenhof in Ebbs durch den Haflinger Pferdezuchtverband Tirol die Stallgebäude adaptiert und Wirtschafts- und Lagerräume modernisiert. „Bei der Arbeit mit Tieren – egal ob in der Lebensmittelproduktion oder der Zuchtarbeit – fängt Qualität bei der optimalen Haltung der Tiere an. Der Haflinger Pferdezuchtverband Tirol bietet 14 Haflingerzuchtvereinen mit den neuen Stallungen beste Voraussetzungen für die Zuchtarbeit, die Ausbildung, die Leistungsprüfung und die Vermarktung von Zuchthengsten", berichtet Bauernbundobmann LHStv. Josef Geisler.

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