Steilhänge werden klimafit gemacht

Das Land Tirol weitet das Programm für klimafittes Grünland auf Steilflächen aus. Bislang wurden bereits 3.100 Hektar Wiese an geänderte Klimabedingungen angepasst.

23.06.2022

 

Wiesen und vor allem auch Steilflächen, auf denen es mehr braune Flecken als grünes Gras gibt, wirken sich nicht nur negativ auf die Futterversorgung der landwirtschaftlichen Betriebe aus. Sie speichern auch weniger CO2 und schützen schlechter vor Erosion.

Zur Verbesserung und Anpassung der Grünlandbestände an den Klimawandel hat Bauernbundobmann LHStv. Josef Geisler 2020 das Programm „Klimafittes Grünland" ins Leben gerufen. Mehr als 1.000 landwirtschaftliche Betriebe haben davon Gebrauch gemacht und auf 3.100 Hektar Wiesen über den Maschinenring trockenresistente Grünlandpflanzen gesät.

„Jetzt sind wir technisch so weit, dass wir dieses Programm auch für Steilflächen anbieten können", freut sich LHStv. Geisler. Auf Steilhängen mit über 50 Prozent Neigung, auf denen die Grasnarbe beispielsweise aufgrund vergangener Dürreperioden Lücken aufweist, können jetzt mit finanzieller Unterstützung des Landes Verbesserungsmaßnahmen vorgenommen werden. Zum Einsatz kommt ausschließlich entsprechendes Qualitätssaatgut. „Mit dieser Maßnahme erhöhen wir den Erosionsschutz und stärken die Kreislaufwirtschaft durch bessere Eigenversorgung mit Grundfutter", so Geisler.

Spezialkonstruktion für den Steilhang
Die Bewirtschaftung von steilen Wiesen ist mühevoll und aufwendig. Das gilt auch für die Nachsaat mit trockenresistenten Grünlandpflanzen. Nachdem es im vergangenen Jahr erste Versuche mit Spezialmaschinen gegeben hat, kommt die Technik heuer in der Grünlanderneuerung von Steilflächen planmäßig zum Einsatz. Dazu wurde ein Motormäher umgebaut und mit einem Sähaufbau ausgerüstet, sodass damit eine Nachsaat auch im steilen Gelände mit maschineller Unterstützung möglich ist.

Fortführung des Programms geplant
Das Land Tirol unterstützt die Grünlandverbesserung auf Steilflächen mit über 50 Prozent Hangneigung mit 330 Euro pro Hektar. Die Finanzmittel für das heurige Jahr sind jedoch begrenzt.

„Bei entsprechender Nachfrage werde ich alles daransetzen, das Programm ‚klimafittes Grünland' im Sinne des Klimaschutzes und der Versorgungssicherheit auch in der kommenden Legislaturperiode wieder anzubieten", stellt Bauernbundobmann LHStv. Josef Geisler in Aussicht.


Entlastungspaket: Ein Zehntel entfällt auf Tirol
„Das Versorgungssicherheitspaket des Bundes für die Landwirtschaft hilft den Bäuerinnen und Bauern über die schwierige Zeit, die wir derzeit erleben, hinweg. Die Teuerung der Betriebsmittel kann damit abgefedert und eine Last von den Schultern der Produzenten genommen werden", meint Bauernbundobmann LHStv. Josef Geisler zum vergangene Woche präsentierten Versorgungssicherheitspaket. „Ein großer Dank gilt Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig. Seinem Einsatz ist dieses Finanzpaket zu verdanken."

Das Versorgungssicherungs-Paket für die Landwirtschaft mit 110 Mio. Euro zielt stark auf die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe im europäischen und internationalen Umfeld ab. Es ist auf die landwirtschaftliche Produktion ausgerichtet.

Laut landwirtschaftlicher Gesamtrechnung der Statistik Austria hatte der Produktionswert der landwirtschaftlichen Erzeugnisse in Tirol im Jahr 2020 einen Anteil in Österreich von 5,4 Prozent. Pro Betrieb werden im Versorgungssicherungs-Paket durchschnittlich 1.000 Euro in Aussicht gestellt. Bei 11.700 INVEKOS-Betrieben in Tirol wären das 11,7 Mio. Euro (ca. 10 Prozent).


Foto: Die Bewirtschaftung von steilen Wiesen ist mühevoll und aufwendig. (Adobe Stock)

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