LH Platters Rückzug aus der Landespolitik

Überraschend verkündete Landeshauptmann Günther Platter am Sonntagabend, dass er bei der kommenden Landtagswahl nicht mehr antreten werde. LR Anton Mattle soll in die Wahl gehen.

17.06.2022

Unter Blitzlichtgewitter begannen Landeshauptmann Günther Platter und Wirtschaftslandesrat Anton Mattle am Montag ihre Pressekonferenz im Anschluss an die VP-Landesparteisitzung, in der eine weitreichende Entscheidung für die Zukunft getroffen wurde: Günther Platter wird bei den voraussichtlich vorgezogenen Landtagswahlen im Herbst nicht als Spitzenkandidat der Tiroler Volkspartei ins Rennen gehen. Gemeinsam mit seiner Familie habe er nach mehr als drei Jahrzehnten in der Politik den Entschluss gefasst, nicht mehr zur Wahl anzutreten. Stattdessen wird Anton Mattle, aktuell Landesrat (unter anderem für Wirtschaft und Industrie, Digitalisierung, Jugend-, Familien- und Seniorenpolitik), als Spitzenkandidat der VP in den Wahlkampf ziehen. 

36 Jahre in der Politik
„Ich bin seit 14 Jahren Landeshauptmann von Tirol und habe in diesen 14 Jahren viel erlebt. Zu Beginn meiner Amtszeit im Jahre 2008 haben wir es mit einer internationalen Finanzkrise zu tun gehabt“, blickte LH Günther Platter zurück. Durch die Zusammenarbeit der Landesregierung mit den Sozialpartnern sei es damals gelungen, Tirol gestärkt aus dieser Herausforderung hervorgehen zu lassen. „Es folgten gute Jahre für das Land Tirol. Wir hatten vier Jahre Nulldefizit, eine Rekordbeschäftigung und die geringste Arbeitslosigkeit im Vergleich zu den anderen Bundesländern“, führte Platter aus. Durch diese starke Ausgangssituation konnte man in Tirol investieren. Sowohl die Digitalisierung als auch der öffentliche Nahverkehr konnte weit vorangebracht und ausgebaut werden. Rekordsummen wurden auch in das Pflege- und Bildungssystem investiert. „Insbesondere haben wir immer wieder die Sozialleistungen angepasst.“ Dann kam das Jahr 2020. „Die ganze Welt, auch ganz Tirol, wurde auf den Kopf gestellt. Wir mussten massive Einschnitte in das gesellschaftliche Leben vornehmen“, erklärte Platter. „Ich werde den 13. März 2020 nie vergessen, als ich einigen Vertreterinnen und Vertretern der Branche erklärt habe, dass die Wintersaison beendet ist. Ich werde Sonntag, den 15. März, nie vergessen, als ich eine Videobotschaft nach außen gab, in der ich zu den freiheitsliebenden Tirolerinnen und Tirolern sagte: ‚Bleibt’s dahoam’.“ Das habe die gesamte Gesellschaft belastet, inklusive den Landeshauptmann selbst. 

„Möchte keinen Tag missen“
„Ich habe in den vergangenen 36 Jahren als Spitzenpolitiker alle Ebenen kennengelernt: als Bürgermeister, Nationalrat, Landesrat, Verteidigungsminister, Innenminister und 14 Jahre lang als Landeshauptmann. Die Aufgabe des Landeshauptmannes war zweifellos die schönste Aufgabe und jeder, der mich kennt, weiß, dass ich mit großer Freude für die Tirolerinnen und Tiroler gearbeitet habe. Aber die vergangenen Monate haben mich auch nachdenklich gemacht. Neben den vielen schönen Seiten als Landeshauptmann von Tirol haben gerade die letzten zwei Jahre gezeigt, wie herausfordernd Politik sein kann. Anfeindungen, Beleidigungen, Drohungen – nicht nur gegen einen selbst, sondern auch gegen das persönliche Umfeld – gehen nicht spurlos vorüber. Ich möchte keinen Tag als Landeshauptmann missen, manche möchte ich aber nicht ein zweites Mal erleben“, fand Landeshauptmann Günther Platter sehr offene Worte.

Foto: VP-Tirol/Fischler

 

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