Tirol ist gut auf ein Blackout vorbereitet

Krisenübung „Energie 21“: Auf Initiative Tirols wurde bundesweites Krisenmanagement bei Strommangellage geprobt.

18.11.2021

Von einer Taubergung per Hubschrauber über die Aufstellung eines Notfallcontainers für die Mobilfunkversorgung bis hin zum Einsatz eines Blackhawk-Hubschraubers zur Wiederherstellung der Stromversorgung: An der Patscherkofelbahn in Igls wurde der Ernstfall geprobt, sollte es zu einem „Blackout" – also zu einem Zusammenbruch der Stromversorgung – kommen. Parallel dazu ging auf Initiative von Tirols Landeshauptmann Günther Platter, der aktuell auch den Vorsitz der Landeshauptleutekonferenz innehat, die bundesweite Stabsübung „Energie 21" über die Bühne. Denn: Um die Versorgung aufrechtzuerhalten und ein „Blackout" zu verhindern, ist ein funktionierendes Krisenmanagement notwendig. Österreichweit waren heute rund 300 Personen von Behörden und Einsatzorganisationen in die Stabsübung „Energie 21" involviert, allein am Patscherkofel in Innsbruck standen 50 Personen im Einsatz.

Zusammenarbeit in Krisensituationen funktioniert
„Wir haben das Privileg, in einem sehr sicheren Land mit einer hervorragenden Lebensqualität zu leben. Fakt ist aber auch, dass es jederzeit zu Störungen im europäischen Stromnetz kommen kann und wir auf eine funktionierende Stromversorgung angewiesen sind. Die heutige Übung hat gezeigt, dass wir gut vorbereitet sind. Sowohl im Ernstfall, als auch um diesen bereits im Vorfeld nach Möglichkeit zu verhindern. Regelmäßige – auch überregionale – Übungen mit allen Behörden, kritischen Infrastruktureinrichtungen und Einsatzorganisationen sind wichtig, um die Erfahrungen und Erkenntnisse laufend in einen Optimierungsprozess einzuarbeiten. Heute haben wir in Tirol einmal mehr bewiesen, wie eine gute Zusammenarbeit zwischen den Behörden und den Einsatzorganisationen in Krisensituationen funktioniert", so LH Platter. Auch Bundeskanzler Alexander Schallenberg war am Patscherkofel vor Ort und betont: „Österreich hat eines der besten und sichersten Stromnetze, dennoch sind wir vor Störfällen nicht gefeit. Die Eintrittswahrscheinlichkeit für ein Blackout ist nicht zu unterschätzen. Wir müssen alle potentiellen Gefahren ernst nehmen und gut gewappnet sein, sollte es tatsächlich zu einem Blackout kommen. Es geht hier nicht um Panikmache, sondern um eine vernünftige Vorsorge."
Der für Energie sowie Zivil- und Katastrophenschutz zuständige LHStv Josef Geisler ergänzt: „Die Abläufe und Einsätze in unserem Land funktionieren. Im Krisen- und Katastrophenfall besonders wichtig ist die Sicherstellung der Kommunikation zwischen Einsatzkräften, Behörden und wichtigen Infrastruktureinrichtungen. Das unabhängige Richtfunknetz des Landes gewährleistet die Kommunikation auch bei Leitungs- und Stromausfällen." Neben den Behörden und Einsatzorganisationen sollte aber auch die Bevölkerung auf Notsituationen vorbereitet sein. „Eine gezielte Haushaltsbevorratung ist ein wesentlicher Teil der Eigenvorsorge", appelliert Geisler.
Konkrete Handlungsempfehlungen für die Bevölkerung zur Vorbereitung auf einen Stromausfall bzw. ein „Blackout" sowie zum Verhalten im Krisenfall stehen in Form von Fact Sheets unter www.tirol.gv.at/blackout zur Verfügung. An der bundesweiten Übung waren neben dem Land Tirol weitere Bundesländer, die Bundesministerien für Inneres (BMI), für Landesverteidigung (BMLV) und für Klimaschutz und Energie (BMK) sowie VertreterInnen von Einsatzorganisationen und kritischen Infrastruktureinrichtungen beteiligt.

Erfolgreiche Übung am Patscherkofel
An der Patscherkofelbahn fanden mehrere Übungsannahmen statt. So wurde etwa ein Zusammenbruch der Stromversorgung simuliert, infolgedessen weder die Gondelbahn noch die Mobilfunkversorgung funktionierte. Bei einer Taubergung per Hubschrauber wurden Passagiere aus Gondeln abgeseilt, es wurde ein Rettungszelt zur Erstversorgung aufgestellt sowie ein Ersatzgestänge mit Unterstützung eines Blackhawk-Hubschraubers zur Wiederherstellung der Stromversorgung aufgebaut. Schließlich probten die TeilnehmerInnen die Aufstellung eines Notfallcontainers für die Mobilfunkversorgung.
Beteiligt an der Übung waren neben dem Land Tirol auch das Bundesheer, die Polizei, die Feuerwehr, die Bergrettung, der Rettungsdienst sowie die TINETZ – Tiroler Netze GmbH und die A1 Telekom Austria. „Ein Zusammenbruch des Stromnetzes und damit ein so genanntes ‚Blackout' ist nahezu auszuschließen, wenngleich stets ein Restrisiko bestehen bleibt. Beispielsweise können extreme Kälteperioden in Europa einerseits zu einem erhöhten Stromverbrauch und andererseits zu Einschränkungen in der Stromerzeugung führen. Eine Strommangellage in mehreren Ländern ist die Folge. Daher haben wir den Ernstfall geprobt, um vorbereitet zu sein", informiert Elmar Rizzoli, Gruppenvorstand des Zentrums für Krisen- und Katastrophen-Management des Landes.

Foto 1:
V.li. bei der Pressekonferenz: TIWAG-Vorstandsvorsitzender Erich Entstrasser, LH Günther Platter, BK Alexander Schallenberg, LHStv Josef Geisler und Elmar Rizzoli, Gruppenvorstand des Zentrums für Krisen- und Katastrophen-Management des Landes Tirol.

Foto 2:
Taubergung am Patscherkofel


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