Ortsgruppen sind die Basis des Bauernbundes

Bäuerliche Interessenvertretung passiert nicht nur in Innsbruck, Wien oder Brüssel. Entscheidend ist die Arbeit in den Gemeinden, wofür die Ortsbauernobmänner in einer Onlinekonferenz von Bauernbund und Landwirtschaftskammer geschult wurden.

22.04.2021

Die Vertretung bäuerlicher Anliegen ist eine immerwährende Herausforderung, die sich auf vielen Gebieten und unterschiedlichen Ebenen abspielt. Die maßgeblichste Rolle spielen dabei der Bauernbund und die Landwirtschaftskammer. Während der Bauernbund als politische Organisation versucht, die Interessen der bäuerlichen Minderheit in der Demokratie mehrheitsfähig zu machen, liefert die Landwirtschaftskammer wichtige fachliche Grundlagenarbeit und bietet den Landwirten umfassende Beratung und umfangreichen Service.

Politische Interessenvertretung
In manchen Bereichen kann die politische Interessenvertretung einiges erreichen, z. B. bei der öffentlichen Leistungsabgeltung und den Ausgleichszahlungen, bei der sozialen Absicherung, beim Schutz des Eigentums, bei Steuer- und Abgabenfragen und bei vielen gesetzlichen Regelungen. Nicht hoch genug einschätzen kann man den Einsatz für die Schaffung, den Erhalt und die Unterstützung von landwirtschaftlichen Einrichtungen und Infrastrukturen wie Landwirtschaftskammer, Genossenschaften, Landeskulturfonds, Agrarmarketing Tirol, Wegenetz oder Zuchtverbänden.
Möglich wird das durch eine entsprechende Vertretung in den gesetzgebenden Körperschaften wie Landtag, Nationalrat oder Europäischem Parlament. Diese Erfolge dürfen aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass es auch Bereiche gibt, die von der Interessenvertretung wenig oder nicht beeinflusst werden können: gesellschaftliche Entwicklungen, Produktpreise oder Gerichtsurteile.

Unverzichtbare Arbeit vor Ort
Eine unverzichtbare Rolle spielt die Bauernbundarbeit auf Ortsebene. In den Gemeinden passiert einerseits der unmittelbare Kontakt der bäuerlichen Berufsgruppe mit der Gesellschaft. Hier wird wesentlich das Image der Bauern geschmiedet. Bäuerliche Veranstaltungen und Feste, Tage der offenen Tür oder Imagekampagnen beeinflussen die nichtbäuerlichen Mitbürger und schaffen Verständnis für die Anliegen der Landwirtschaft.
Andererseits gilt es auf Gemeindeebene, die bäuerlichen Kräfte zu bündeln. Je geschlossener und besser organisiert eine kleine Gruppe auftritt, desto schlagkräftiger ist sie in der Umsetzung ihrer Anliegen. Ein starkes Engagement bei den kommenden Gemeinderatswahlen ist ein Muss für jede Ortsgruppe des Bauernbundes, damit die Vertretung in den Gemeindestuben gesichert bleibt.
Auch in der Kommunalpolitik vertritt niemand die Interessen der Landwirtschaft, wenn es die Bauern nicht selber tun. Die Ortsbauernobmänner stehen an der Spitze der Ortsgruppen und zeichnen für die Durchsetzungskraft des Bauernbundes verantwortlich. Wie geschlossen die bäuerliche Bevölkerung ist und welches Image die Landwirte haben, liegt jedoch bei jedem Mitglied. Wir alle sind der Bauernbund.

Der Ortskammervertreter
Die Ortsbauernobmänner werden in aller Regel gleichzeitig zum Vertreter der Landwirtschaftskammer vor Ort ernannt. Sie repräsentieren also nicht nur die Mitglieder ihres Vereins, sondern die gesamte Landwirtschaft.Die Ortskammervertreter werden auf Vorschlag des Bezirkslandwirtschaftskammervorstandes von der LK-Vollversammlung ernannt und haben die Aufgaben der Landwirtschaftskammer im örtlichen Bereich wahrzunehmen, erläuterte Landwirtschaftskammerdirektor Ferdinand Grüner.
Sie haben bei Streitigkeiten von Mitgliedern zu vermitteln, Anliegen an die Organe der BLK heranzutragen und übertragene Aufgaben zu besorgen. Die Ortsvertreter sind Informationsschalter zwischen Kammer und Mitgliedern, Ansprechpartner bei Anzeigen und Beschwerden, Schicksalsschlägen in bäuerlichen Familien, beim Start von Vermarktungsinitiativen und Gemeinschaften oder bei Grundzusammenlegungen.
Sie sind Auskunftspersonen für Stellungnahmen der LK in Behördenverfahren (Grundverkehr, Raumordnung, Naturschutz ...) sowie Bewertungen und Schätzungen, etwa von Ernteausfällen. Die Ortskammervertreter koordinieren bei Elementarschäden mit mehreren Betroffenen und betreuen Gemeinschaftsprojekte wie Pilzgerste und Nachsaat.
Der Tiroler Bauernbund und die Landwirtschaftskammer wünschen allen Ortsbauernobmännern viel Motivation und Erfolg für ihre Tätigkeit, stehen jederzeit für Unterstützung und Hilfe zur Verfügung und freuen sich auf gute Zusammenarbeit.

Foto: Bauernbundobmann Josef Geisler und Bauernbunddirektor Peter Raggl informierten mit Kammerdirektor Ferdinand Grüner über die Arbeit der Interessenvertretung vor Ort.


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