Dringender Aufholbedarf bei Kalbfleisch aus Tirol

In der März-Landtagssitzung wurde die Kälbermastprämie des Landes Tirol für eine unbegrenzte Zeit zugesichert. Dies soll zu mehr Konsum von heimischem Kalbfleisch führen und die Bauern entlasten.

01.04.2021

Gute Nachrichten für Bezieher der Kälbermastprämie des Landes Tirol: Die Evaluierung, eventuelle Anpassung und Einarbeitung in das kommende Budget als zeitlich nicht begrenzte Förderung wurde im vergangenen Landtag einstimmig von den Abgeordneten beschlossen. Bio-Betriebe sollen zukünftig besondere Berücksichtigung erfahren. Zu den Antragsstellern gehört auch der Landtagsabgeordnete Hermann Kuenz (siehe Kommentar unten).

Eigenbedarf decken
„Die Fortführung der Kälbermastprämie gibt unseren Bäuerinnen und Bauern Planungssicherheit, was gerade in der aktuellen Situation besonders wichtig ist", freut sich der Landtagsabgeordnete Josef Edenhauser, zuständig für Land- und Forstwirtschaft.
„Einer der wenigen positiven Aspekte der Coronapandemie ist, dass die Konsumenten genau auf Regionalität achten und diese auch beanspruchen. Gerade Bauern, die Direktvermarktung betreiben, berichten uns von Fortschritten im Bereich der Bewusstseinsbildung", meint er und zählt auf: „Es wäre in Tirol ohne weiteres möglich, den Eigenbedarf zu 100 Prozent beim Rind- und des Kalbfleisch, 15 Prozent beim Schweinefleisch, 80 Prozent bei den Milchprodukten, 60 Prozent bei den Kartoffeln, 100 Prozent beim Gemüse und zu je 15 Prozent bei den Äpfeln und den Eiern zu decken. Es ist wünschenswert, dass wir diesen Bedarf in Zukunft auch in der Praxis decken dürfen." Einen klaren Appell richtet er an die Gastronomie: „Trotz der weitgehenden Schließung der Gastronomie im letzten und heurigen Jahr verzeichnen wir eine Steigerung im Absatz von heimischem Kalbfleisch. Unsere regionalen Produkte gehen also in die Privathaushalte, nicht in die Gastronomie. Hier gibt es einen hohen Aufholbedarf."

Verzerrtes Bild zurechtrücken
Wichtig ist Edenhauser die Differenzierung beim Thema Tiertransporte: „Natürlich ist es für uns Bauern als Tierbesitzer und -betreuer ein Grauen, solche Zustände wie beim Rinderfrachter im Mittelmeer zu sehen – aber das sind nicht wir. Die Tierexporte, die von uns ausgehen, werden nach höchsten Tierwohlstandards durchgeführt. Solange wir selbst die Hand darauf haben, wie beispielsweise bei den Tierexporten nach Italien, werden die Tiere bei ihrer Reise bestens versorgt. Der Weiterverkauf unserer Tiere in Drittstaaten ist das Problem, gegen das dringend vorgegangen werden muss."


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