Von „Farm2Fork“ bis „Regal für Regional“

Bei einem der zahlreichen Bauernbund-Webseminare beleuchtete LK-Österreich-Präsident Josef Moosbrugger zentrale agrarpolitische Herausforderungen und Leistungen auf nationaler und europäischer Ebene.

25.03.2021

Neben der EU-Abgeordneten Simone Schmiedtbauer, Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger, Bauernbundpräsident Georg Strasser und Tirols Landeshauptmann Günther Platter fand sich auch Josef Moosbrugger, Präsident der Landwirtschaftskammer Österreich, als Referent bei den Bauernbund-Webseminaren ein und gab Einsicht in die aktuelle Agrarpolitik.

GAP und Green Deal
In Bezug auf die Gemeinsame EU-Agrarpolitik betonte Moosbrugger: „Einer unserer entscheidenden Erfolge auf EU-Ebene ist, dass die Bauerngelder nicht nur abgesichert, sondern sogar erhöht werden konnten. Insbesondere gilt das bei der auch für die Tiroler Land- und Forstwirtschaft so wichtigen Ländlichen Entwicklung."
Weiters hob er bezüglich GAP-Weiterentwicklung hervor: „Es ist gelungen, dass auch andere Mitgliedstaaten künftig einen starken Schwerpunkt beim Klima- und Umweltschutz setzen müssen. Österreich nimmt mit seinem Agrarumweltprogramm ja schon länger eine Nachhaltigkeitsvorreiterrolle ein und diese konnte nun bestätigt und anerkannt werden. 2021 steht im Zeichen der konkreten Ausgestaltung, wobei für uns das Motto gilt: Bewährtes halten, Zukunftsweisendes gestalten."
Im „Green Deal" mit „Farm2Fork"- und Biodiversitätsstrategie ortet Moosbrugger erhebliche Widersprüche. „Die Pläne der EU-Kommission, einerseits die europäische Selbstversorgung mit Lebensmitteln ausbauen und gleichzeitig die landwirtschaftlichen Betriebsmittel weiter einschränken zu wollen, passen nicht zusammen. Auch die Außer-Nutzung-Stellung von Agrar- und Forstflächen steht in krassem Gegensatz zu unseren Erneuerbare Energie-, Versorgungs- und Klimaschutzzielen. Wir fordern daher von der EU-Kommission Folgenabschätzungen und Nachbesserungen ein."

Fokus auf Regionalität
„Vom Handel brauchen wir mehr ‚Regal für Regional', kostengerechte Erzeugerpreise und faire Geschäftspraktiken. Daher fordere ich vom Lebensmitteleinzel- und Gastro-Großhandel auch einen Österreich-Pakt nach Vorbild der Geflügelcharta ein und führe konkrete Gespräche. Echte, verlässliche Partnerschaften mit fairer Abgeltung sind unser Ziel", betont Moosbrugger, der beim Wirtschaftsforschungsinstitut eine Studie in Auftrag gegeben hat, um die langjährige Entwicklung des bäuerlichen Wertschöpfungsanteils als Verhandlungsargument zu erheben.
Weiters drängen Landwirtschaftskammer und Bauernbund Gesundheitsminister Anschober mit Nachdruck, die im Regierungsprogramm verankerte verpflichtende Herkunftskennzeichnung in der Gemeinschaftsverpflegung und bei Verarbeitungsprodukten endlich umzusetzen. Der bisherige Vorschlag Anschobers ist eindeutig unzureichend. Kürzlich lud Moosbrugger daher beide Ministerien zusammen mit Rechtsexperten und wichtigen landwirtschaftlichen Verbänden zu einem eigenen Herkunftskennzeichnungs-Gipfel ein, um das Thema voranzutreiben.
Zum Dauerbrenner „Almfutterflächenfeststellung" betonte Moosbrugger: „Das neue System der AMA wird nur kommen, wenn es echte Verbesserung gibt. Da einige Probleme allerdings noch nicht gelöst werden konnten, arbeitet das Ministerium parallel dazu intensiv daran, das bestehende System zu verbessern und für mehr Rechtssicherheit zu sorgen."

Klar und praxistauglich
„Der Tiroler Bauernbund mit Josef Hechenberger an der Spitze punktet mit einem starken Netzwerk und hat sich als verlässlicher Partner für alle Bauernfamilien und Betriebe bewährt. Sie sind keine Marktschreier, die das Blaue vom Himmel versprechen, sondern stehen für klare und praxistaugliche Positionen, die sie mit hohem Engagement verfolgen. Ich wünsche dem Tiroler-Bauernbund-Team und Spitzenkandidat Hechenberger, der auch den LK-Österreich-Milchausschuss bestens leitet, alles Gute und hoffe weiterhin auf gute Zusammenarbeit!"

Foto: Josef Moosbrugger, Präsident der Landwirtschaftskammer Österreich


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