Mit Aufklärung Konflikten entgegen wirken

LK-Präsident Josef Hechenberger und Vize Helga Brunschmid gemeinsam mit dem Spitzenkandidaten zur LK-Wahl Josef Fuchs unterwegs im Bezirk Kitzbühel. Am Waltenberghof der Familie Wurzenrainer fand ein Austauschgespräch zum Thema Nutzungskonflikte und zur Zukunft der heimischen Landwirtschaft statt.

23.02.2021

Die Herausforderungen der Landwirte in den einzelnen Regionen Tirols könnten unterschiedlicher nicht sein. LK-Präsident Josef Hechenberger ist bekannt dafür, dass er mehrmals jährlich in allen Bezirken unterwegs ist, um sich ein Bild über die aktuelle Lage direkt vor Ort zu machen.

Das Miteinander fordert alle Partner
„Bei uns im Bezirk ist sicherlich das Thema Freizeitnutzung und Nutzungskonflikte eine große Herausforderung. Einheimische und Gäste suchen Erholung in der Natur und durch diesen Nutzungsdruck wird das Bewirtschaften von Feldern, Wäldern und Almen in manchen Regionen massiv erschwert und Konflikte sind vorprogrammiert", gibt der Spitzenkandidat bei der bevorstehenden LK-Wahl, Josef Fuchs, einen Überblick.

Georg Wurzenrainer bewirtschaftet mit seiner Frau und unter tatkräftiger Unterstützung seiner Eltern den Waltenberghof in 1000 m Seehöhe direkt in Kitzbühel und eine Alm am Hahnenkamm. Er wirtschaftet quasi im Zentrum der Freizeitnutzung und kennt die Reibungspunkte nur allzu gut. „Ich beobachte eine starke Zunahme der Ich-Sucht in vielen Bereichen der Gesellschaft, die sich auch im Freizeitverhalten niederschlägt. Dagegen hilft nur eine fundierte Aufklärungsarbeit, die bereits in der Schule beginnt, da viele Menschen die Zusammenhänge und Arbeitsabläufe in der Landwirtschaft gar nicht mehr verstehen", so Wurzenrainer. Andreas Berger, Filzerbauer aus Kitzbühel, ergänzt: „Mittlerweile haben immer mehr Menschen einen oder gar mehrere Hunde. Viele Hundehalter legen aber wenig Wert darauf, die Hinterlassenschaften ihrer Hunde zu verräumen und lassen ihre Vierbeiner frei auf den Feldern herumlaufen, was für Bauern in der Nähe gut frequentierter Wanderwege –wo täglich hunderte Menschen mit Hunden spazieren gehen– ein riesen Problem darstellt. Weideflächen werden stark verunreinigt und das Futter ist teilweise für die Tiere ungenießbar." Für manche Bauern ist die Ist-Situation fast schon unerträglich geworden.

Zusammenhänge erklären und verstehen
LK-Präsident Hechenberger meint dazu: „Es braucht ganz klare Regeln im Naturraum. Und dazu müssen alle Partner – Gemeinden, Tourismus, Jägerschaft, Bergbahnen, Bauern– eingebunden werden, damit man praktikable Modelle entwickeln kann." Beispielswiese gibt es in Tirol bereits ein Mountainbike-Modell, das österreichweit als Vorbild dient. Jedoch auch wenn es um Wanderer, Tourengehen, Downhiller und Hundehalter etc. geht, werde man immer mehr auf solche Lenkungsmaßnahmen und praxistaugliche Entschädigungsmodelle zurückgreifen müssen, damit ein Miteinander von Land-/Almwirtschaft und Freizeitwirtschaft auch in Zukunft funktioniert. Und Hechenberger ergänzt: „Darüber hinaus dürfen wir nicht müde werden, offene Einblicke in unser Tun und Wirken als heimische Landwirtschaft zu geben. Nur so können Menschen auch nachvollziehen, weshalb es Lenkungsmaßnahmen braucht und nur so kann ein konfliktfreies Nebeneinander auch in Zukunft gelingen." Und abschließend meint Hechenberger: „Die heimische Landwirtschaft ist dazu da Lebensmittel für die Region zu produzieren und sorgt dafür, dass nicht nur in Krisensituationen, unabhängig von offenen oder geschlossenen Grenzen, die Selbstversorgung im Land gewährleistet bleibt. Das dient dem Wohle unserer ganzen Bevölkerung."

Foto: Austauschgespräch am Waltenberghof in Kitzbühel (vl): LK-Präsident Josef Hechenberger, LK-Vize Helga Brunschmid, Sepp Wuzrenrainer, Georg Wurzenrainer, LA BBO Josef Edenhauser, Spitzenkandidat LK-Wahl Josef Fuchs, Bauernbunddirektor BR Dr. Peter Raggl, Bezirksbäuerin Maria Pirnbacher und Andreas Berger Filzerbauer aus Kitzbühel


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