Vielfalt in der Landwirtschaft braucht starke Partner

LK-Präsident Josef Hechenberger zu Besuch in Ranggen – Gemüsebauern stark betroffen von Coronaeindämmungsmaßnahmen – Gespräche mit Lebensmittelhandel, Bund und Land sollen Krise überbrücken.

17.02.2021

Der Betrieb der Familie Kuprian in Ranggen ist bekannt dafür, dass er auf mehreren Füßen steht. So werden auf insgesamt 20 ha forst- und 27,5 ha landwirtschaftliche Flächen ca. 9 ha Gemüse, 6 ha Kartoffel und 6 ha Silomais angebaut. Die restlichen 6,5 ha werden als Wechselwiese und Grünland bewirtschaftet. Am Hof wird besonders Wert auf Fruchtfolge und Humusaufbau gelegt. Winterbegrünung und Zwischenfruchtanbau haben eine große Bedeutung. Außerdem befinden sich am Hof rund 40 Maststiere, die über diverse Qualitätsfleischprogamme wie den „Almochsen" oder als „AMA-Jungstiere" vermarktet werden. „Die Familie Kuprian hat ihren Hof über die Jahre immer wieder weiterentwickelt und versucht auf mehreren Standbeinen zu stehen. Wir haben bei uns im Bezirk immer mehr Betriebe, die die Gegebenheiten am Hof, das Umfeld und die Ressourcen bestmöglich ausschöpfen und damit einen Zuerwerb am Hof sichern und ihren Betrieb zukunftsfit halten", erklärt Bezirksbauernobmann Thomas Schweigl, der den Besuchstag ganz im Zeichen der Diversifizierung gestaltete.

Herausforderungen in der Krise
Betritt man den kleinen, prall gefüllten Gemüseladen der Familie Kuprian, so kann man kaum widerstehen. Leuchtend buntes und frischestes Gemüse wird hier der Kundschaft zum Kauf angeboten. Das Angebot der Bauernfamilie erfreut sich großer Beliebtheit in der Region. „Unsere Kunden können unkompliziert und kontaktlos Gemüse bei uns einkaufen. Das wurde auch vor den Kontaktbeschränkungen sehr wertgeschätzt", so Familie Kuprian. Die vorherrschende Coronakrise hat jedoch auch den Gemüsebetrieb getroffen. Einen Großteil ihrer Produkte verkauft Familie Kuprian an Gastronomiebetriebe in der Region. „Das sind gute Partnerschaften, die über Jahre gewachsen sind. Durch die Krise brechen uns diese wichtigen Abnehmer auf einmal weg und wir bleiben auf unseren Produkten sitzen", so Familie Kuprian. „Wir sind mitten in Verhandlungsgesprächen mit dem Lebensmitteleinzelhandel, jedoch auch mit Bund und Land, um diese Ausfälle abzufedern. Was viele nicht mitbedenken ist, dass unsere Produzenten die vollen Produktions-, Ernte- und Lagerkosten zu tragen haben und nun auf Tonnen von Kartoffeln, Kraut etc. sitzen bleiben", erklärt Hechenberger den Stand der Dinge. "Tourismus und Landwirtschaft hängen eng zusammen, wenn ein Partner ausfällt, so trifft es auch den anderen. Ich persönlich bin optimistisch, dass im kommenden Jahr wieder mehr Normalität eintritt. Bis dahin werden wir aber alles daran setzen, dass die Ausfälle für unsere Bauern bestmöglich abgefedert und die Produktion für die bevorstehende Saison im Land sichergestellt werden", so Hechenberger abschließend.

Foto: Unter Einhaltung strengster Corona-Auflagen zu Gast am Hof der Familie Kuprian in Ranggen (vl): LK-Präsident NR Josef Hechenberger, Bezirksbauernobmann-Stv. Romed Giner, Familie Kuprian, Bezirksbauernobmann Thomas Schweigl, LK-Vizepräsidentin Helga Brunschmid und Bauernbunddirektor BR Dr. Peter Raggl


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