Lichtmess – ein besonderer Tag im Bauernjahr

02.02.2021

Von den schimmernden Lichtern, die man an diesem Tag in unseren Kirchen bei der Kerzenweihe und der Prozession trägt, bekam das Fest den volkstümlichen Namen Lichtmess. Das Fest der Darstellung des Herrn, der „Tag des geweihten Lebens", kommt aus Jerusalem. Schon gegen Ende des 4. Jahrhunderts wurde es dort, wie die Pilgerin Ätheria berichtet, hochfestlich, ja mit osterfreudigem Gepränge gefeiert. Vom Osten kam das Fest schon früh, vielleicht schon im 6. Jahrhundert, nach Rom. Hier erhielt es mehr den Charakter eines Muttergottesfestes, während es im Morgenland als Fest des Herrn gefeiert wurde.
Die Liturgie dieses Tages sieht vor: Kerzenweihe, Lichterprozession, hl. Messe und den anschließenden Blasiussegen, der mit zwei in Kreuzesform verbundenen Kerzen erteilt wird. Vierzig Tage nach dem Weihnachtsfest gibt es mit Lichtmess noch einen Feiertag, der den Weihnachtsfestkreis abschließt.
Lichtmess spielte im Leben der bäuerlichen Bevölkerung eine ganz große Rolle. Bis in unsere Tage hat sich da und dort der Lichtmessmarkt erhalten. Der Lichtmesstag ist auch ein wichtiger Lostag. Zu Lichtmess fand aber auch in früheren Zeiten der Gesindewechsel statt, weshalb der Tag heute noch als „Schlenggltag" bekannt ist. Zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts war es sehr schwer, genügend Dienstboten zu bekommen. So schrieb P. Lorenz Leitgeb aus Antholz in seinem Buch „Mei Hoamat (1909): „Im Sommer muss der Bauer und die Bäuerin schon daran denken, die Dienstboten zu fragen fürs nächste Jahr. Das hat heutzutage besondere Schwierigkeiten, da das junge Volk lieber in die Sommerfrische und die Hotels und Fabriken geht als in den Dienst der Bauern." Trotz zeitweiliger Überbevölkerung in früheren Jahrhunderten mangelte es doch ab und zu an Knechten und Mägden. So traf die Landesordnung von 1352 unter anderem Verfügungen, die zwar nicht für alle Teile Tirols gleich waren, aber doch überall darauf hinausgingen, dass Knecht und Mägde um den vom Lande oder den einzelnen Gerichten festgesetzten Lohn arbeiten mussten, in manchen Landesteilen aber sogar genötigt wurden, beim alten Dienstherren zu bleiben.
Seit dem 2. Vatikanischen Konzil wird das Fest auch in der katholischen Kirche nach dem biblischen Zeugnis das Fest der „Darstellung des Herrn" genannt, dabei steht der Lobgesang des Simeon im Mittelpunkt (Lukas-evangelium 2, 29 - 32).
Dr. Heinz Wieser


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