Infiziert die Welt mit einem Lächeln

Das war schon ein besonderes Jahr! Wir wurden noch nie in unseren letzten Jahrzehnten so an unsere Grenzen gebracht wie heuer. Ich weiß noch, als ich mich geweigert habe, MIT Maske vor dem Mund in unseren SPAR im Ort einkaufen zu gehen. Das kann doch alles nicht wahr sein, dachte ich mir im März, und … das ist sicher bald wieder vorbei.

25.12.2020

Als der Kühlschrank leer war, musste ich doch einkaufen gehen, MIT Mund-Nasen-Schutz. Und ich habe mich verdammt unwohl gefühlt. Jetzt, neun Monate später, haben meine zwei Jungs in der Mittelschule auch während des Unterrichts die Maske auf! Was sicher nicht lustig ist, aber es bedeutet, dass die Schulen wieder geöffnet haben. Noch länger im Distance-Learning halten meine Nerven nicht aus. Ich weiß schon, warum ich nicht Lehrerin geworden bin ... Aber auch für die Kinder war der erste Schultag am 7. Dezember wieder ein wahrer Lichtblick! Wer hätte sich das gedacht, dass Kinder tatsächlich geradezu darauf warten, wieder in die Schule gehen zu dürfen? Meine Kleinste wurde am 7. Dezember neun Jahre alt. „Mama, das ist mein schönstes Geburtstagsgeschenk, denn in der Klasse singen dann alle für mich", war mein Mädchen voll Vorfreude auf den ersten Schultag. Dass das Singen verboten ist und „Happy birthday" nur gesprochen wurde, tat ihrer kindlichen Freude keinen Abbruch. Und die Schule mit den Klassenkameraden ist ja besonders in der Vorweihnachtszeit mit Adventkalender und Adventgeschichten viel spannender, als nur mit genervter Mama zu Hause zu sitzen.

Entschleunigung
Alle Jahre haben wir uns auf Weihnachten gerüstet. Alle Jahre mit mehr oder weniger Enthusiasmus. Über so Vieles haben wir uns geärgert. Den Einkaufswahn, den Stress im Advent, die vielen Weihnachtsfeiern und Christkindlmärkte, die man besuchen wollte. Jedes Wochenende, ja fast jeder zweite Tag oder Abend war ausgebucht. Keine Zeit für die stillste Zeit im Jahr. Und heuer? Einige haben das Mehr an Zeit sicher genossen, obwohl die „Entschleunigung" vom Frühjahr jetzt schon fast ein bisschen zu langsam rüberkommt. Schon lange nicht mehr haben wir uns so intensiv auf den Heiligen Abend vorbereiten können. Viele fanden sogar wieder Zeit, um richtige Weihnachtspost zu schreiben. Ich meine damit die Karten und Glückwünsche, die mit der Post geschickt werden, nicht mit dem Handy. Und das war MEIN wichtigster Lichtblick in dieser Adventszeit!
Leider bin ich, man mags vielleicht nicht glauben, sehr schreibfaul, was Weihnachtsglückwünsche angeht. Umso mehr freue ich mich über Grüße, die mich erreichen. Und noch mehr, wenn man von dem Absender schon einige Zeit nichts mehr gehört hat. Dieser Mensch hat an mich gedacht, mich nicht vergessen. Und nicht nur das, dieser eine Mensch hat sich die Zeit genommen, sich hingesetzt und sogar einen Weihnachtsbrief geschrieben. Nicht nur eine Grußformel, nein, persönliche Worte, nur für mich bestimmt. In Zeiten des Abstandhaltens war das für mich ein richtiger Lichtblick. Auf dem Weg vom Briefkasten bis in die Küche habe ich den Brief schon aufgerissen und zu lesen angefangen.
Ich hatte eigentlich ein sehr gutes Jahr, wenn man von all den Einschränkungen und Unannehmlichkeiten absieht. Aber trotzdem habe ich mich manchmal beim Jammern erwischt - ganz zu Unrecht, wie sich bald herausstellen sollte. Bei jedem Satz meiner alten Freundin wurde mein schlechtes Gewissen mehr und ich nahm das Telefon zur Hand und rief sie an. Es wurde ein langes Gespräch, wir haben gelacht und geweint und vor lauter Lachen geweint. Alte Geschichten aufgewärmt und sind gemeinsam in unsere Jugend abgetaucht. Was war das für eine unbeschwerte Zeit:
Landjugendball 1997, wir zwei Mädels im feschen Dirndlgwand, bereit, die Männerwelt zu erobern. Es wurde getanzt und gelacht und wir hielten zusammen wie Pech und Schwefel. Zum Lied „Marmor, Stein und Eisen bricht, aber unsere (Liebe) Freundschaft nicht" haben wir lauthals mitgesungen. Es kam schon vor, dass wir die Lichtstrahlen des Sonnenaufgangs nutzten, um nicht im Dunkeln heimgehen zu müssen. Über die verdutzte Nachbarin, die schon ihre Hauszufahrt kehrte, müssen wir heute noch lachen. Zwei, drei Stunden Schlaf genügten und wir waren wieder fit für neue Abenteuer.
Meine Mama hat damals öfters gesagt: „Hoffentlich müsst ihr nie so viel weinen, wie ihr heute lacht!" Meine Freundin hat darauf geantwortet: „Und wenn doch, bin ich froh, gelacht zu haben!". Und mit diesem Satz hat auch ihr Brief geendet. „PS: Ich bin froh, in meinem Leben so viel gelacht zu haben!" Sie hat ihn aus der Klinik Innsbruck geschrieben. Ihr herzliches Lachen habe ich immer noch im Ohr. Und sie wird noch lange lachen, denn sie ist eine Kämpfernatur, denke ich, während ich auflege.

Lachen ist ansteckend
Noch etwas habe ich ganz tief gespürt bei besagtem Telefonat: Lachen ist ansteckend! Ansteckender, als so ein Virus es je sein kann. Also, gehen wir hinaus in die Welt und infizieren sie mit unserem Lachen, das geht auch mit etwas mehr Abstand. Reißen wir uns selbst aus dem Alltag und versuchen in unserem Leben mehr auf die glücklichen, gelungenen Dinge zu schauen.
Wenn das Jahr schon nicht das beste war, dann schauen wir mehr in die Zukunft, auch wenn sie ungewiss ist. (Aber auch nicht ungewisser, wie die Jahre davor, wenn man es genau betrachtet). Manchmal ist es besser, sich Träume in den buntesten Farben auszumalen, anstatt über bereits Geschehenes nachzugrübeln. Man kann es nicht mehr ungeschehen machen, höchstens darüber lachen oder weinen.
In mein Poesiealbum hat meine Englischlehrerin geschrieben: „Take it easy and don't worry. Worrying is stupid. It's like walking around with an open umbrella, waiting for it to rain." Frei übersetzt: „Nimm es leicht und sorge dich nicht. Sich zu sorgen ist dumm. Es wäre wie mit einem geöffneten Regenschirm herumzulaufen und auf den Regen zu warten."
Wenn wir dann später zurückdenken an Corona, werden wir uns wieder lachend in den Armen liegen und uns denken: Mann, waren das vielleicht verrückte zehn Jahre! Ups! Es muss ja nicht alles eintreffen Aber irgendwann sind wir froh, wenigstens so viel gelacht zu haben ...
Und noch etwas habe ich mir gedacht: „Lichtblicke begleiten uns unser ganzes Leben, aber nur wer im Schatten steht, nimmt sie wahrscheinlich früher wahr!"
Ich wünsche euch heuer ein ganz besonders hoffnungsfrohes und segensreiches Weihnachtsfest, das auch nur im engsten Familienkreis ein wunderschönes Fest werden kann! Wenn wir das Wichtigste, die Geburt Christi – und somit unseren Hoffnungsstern nicht vergessen.

In diesem Sinne: Fröhliche Weihnacht überall!


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