Die Krippe in der Tiroler Weihnacht

In Bethlehem steht eine riesige Kirche über dem Geburtsort des neugeborenen Heilands der Welt.

24.12.2020

Das große Portal dieser Kirche ist seit langem zugemauert. Nur einen kleinen, niedrigen Eingang gibt es dort. Und dieser Kircheneingang zur Geburtsgrotte in Bethlehem, der erinnert schon beim Betreten: Wer zur Krippe gelangen will, der muss sich bücken. Der muss sich klein machen wie ein Kind. Klein, einfach und empfänglich wie ein Kind müssen wir werden. Nur dann gehen uns die Augen auf für das, was in dieser Nacht geschehen ist und was Gott in unserer Welt gewirkt hat.
In seinem im Vorjahr vor Weihnachten veröffentlichtem Schreiben „Admirabile signum" (Das wunderbare Zeichen) erläutert Papst Franziskus die Entstehung des Brauches der Weihnachtskrippe. Mit diesem Brief, so Franziskus, wolle er die schöne Tradition stützen, in den Tagen vor Weihnachten eine Krippe aufzubauen, ob in Familien, Schulen, am Arbeitsplatz, Krankenhäusern oder öffentlichen Plätzen.
Der hl. Franz von Assisi wird als „Vater der Krippe" angesehen, da er im Jahre 1223 zu Weihnachten im Wald von Greccio die erste Weihnachtskrippe in der uns bekannten Form gebaut hatte. Um die Wende vom 16. zum 17. Jahrhundert verbreitete sich in Tirol der aus Italien kommende Brauch der Darstellung der Geburt Christi in der uns heute so vertrauten Form der Weihnachtskrippe. Die Krippe wurde dann vor allem von der bodenständigen Landbevölkerung mit ihrer künstlerischen Veranlagung und klaren Formensprache gestaltet und gepflegt.
Bekannt sind in Tirol das Krippenmuseum in der Brixner Hofburg, die Krippen im Museum von Schloss Bruck bei Lienz und die Krippensammlungen des Tiroler Volkskunstmuseums in Innsbruck, das seit 1963 eine sehenswerte Krippenschau besitzt. In dieser Sammlung befinden sich zahlreiche Höhepunkte der Tiroler Krippentradition. Diese außergewöhnlichen Darstellungen vom Barock bis ins 20. Jahrhundert kann man in der Schau „Miniaturen des Evangeliums" im Erdgeschoß besichtigen.
Das Krippenverbot Kaiser Josef II. bewirkte einen Aufschwung der Darstellung der Geburt Christi in der Krippe. Von unserem Bergland ging die Krippenfreude weit hinaus in die Kronländer des ehemaligen Vielvölkerreiches und überwand staatliche Grenzen. Für unser Volk war zwischen Religion und Leben kein Gegensatz. Die Bindung an Gott und seine offenbarende Antwort stützt das Leben und wurzelt es ein. Diese Werte zu hüten und sie ohne Schau, aber mit Selbstbewusstsein zu zeigen und sich auch gegenüber den zahlreichen Gästen aus oft weit entfernten Gebieten dazu zu bekennen, soll auch heute unsere Aufgabe sein.

Foto: Die Hirten- und Königskrippe von Johann Baptist Oberkofler (1895 bis 1969), 1940/41 entstanden mit Portraits aus dem Ahrntal. Sie befindet sich in der Weihnachtszeit im Hohen Dom zu Brixen.


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