Tirol stärkt Kalbfleischabsatz im Land

Mehr Konsum von heimischem Kalbfleisch bedeutet weniger Tiertransporte

17.11.2020

70 Prozent des in Österreich verzehrten Kalbfleisches werden importiert, nur 30 Prozent stammen aus heimischer Produktion. Ein wesentlicher Grund liegt darin, dass heimisches Kalbfleisch, das nach höchsten Tierwohl- und Umweltstandards produziert wird, teurer ist als die Importware. Die Tiroler Landesregierung hat deshalb eine weitere Initiative gestartet, um den Absatz von heimischem Qualitätsfleisch im Land zu steigern und damit auch Kälbertransporte ins Ausland zu vermeiden.

„Wir wollen die Wettbewerbsfähigkeit von heimischem Kalbfleisch stärken. Mit jedem Stück Kalb- oder Rindfleisch, das in Tirol auf den Teller kommt, steigt naturgemäß auch die Zahl der Kälber, die in Tirol aufgezogen und auch hier geschlachtet werden. Mehr Tiroler Fleisch auf dem Teller heißt somit weniger Tiertransporte auf der Straße", verdeutlicht LHStv Josef Geisler und appelliert: „Die Konsumenten haben es in der Hand. Kaufen Sie heimisches Fleisch!". Die Tiroler Landesregierung hat nun ein Programm aufgelegt, das bäuerliche Betriebe, die Vollmilchmastkälber für den heimischen Markt produzieren, unterstützt und so deren Wettbewerbsfähigkeit steigert. Zusätzlich 4.000 Kälber sollen damit im heurigen und im nächsten Jahr im Land vermarktet werden. Qualität und Tierwohl sind dabei das oberste Gebot. Bis Ende 2021 stehen seitens des Landes 480.000 Euro zur Verfügung.

Tirol braucht Viehhaltung
Die Tiroler Landwirtschaft ist stark auf Viehhaltung ausgerichtet, weil nur so die flächendeckende Bewirtschaftung und die Bewirtschaftung der Almen gewährleistet werden kann. Die Milchviehhaltung wiederum ist mit einer regelmäßigen Produktion von Kälbern verbunden. Diese können derzeit auf dem heimischen Rind- und Kalbfleischmarkt nicht ausreichend untergebracht werden. „Erschwerend hinzu kommt jetzt noch der Lockdown, der den Absatz in der Gastronomie wegbrechen lässt", so LHStv Geisler. Die Folge ist ein hoher Anteil an Nutzkälbern, die zur weiteren Mast in andere EU-Länder verkauft und dort weiter gemästet werden. Manche dieser Kälber werden von dort in Drittstaaten exportiert. „Die Tiroler Bauern haben es nicht mehr in der Hand, was passiert, wenn ein Tier den Hof verlässt. Klar ist aber, dass kein Tier – egal aus welchem Land es kommt – ohne Betäubung geschlachtet werden darf", spricht sich LHStv Geisler klar gegen Tiertransporte in Drittländer außerhalb der EU aus. Tirol unterstützt deshalb auch die Forderung Österreichs nach einem EU-weiten Exportverbot von Schlachtvieh.

Tiroler Qualitätsfleisch im Aufwind
Das Land Tirol hat im Wege der Agrarmarketing Tirol bereits in den vergangenen Jahren zahlreiche Initiativen gesetzt, um den Absatz von heimischem Qualitätsfleisch zu erhöhen. „Die Nachfrage der Konsumentinnen und Konsumenten nach Fleisch aus heimischer Produktion steigt. Die Absatzzahlen steigen. Vor allem im ersten Halbjahr dieses Jahres verzeichnen wir im Handel deutliche Zunahmen", sieht LHStv Geisler einen positiven Trend. Besonders erfreulich sind die Entwicklungen beim „Tiroler Almrind". Hier liegt die vermarktete Menge im ersten Halbjahr 2019 mit 613 Stück Almrindern bereits um ein Viertel über der im gesamten vergangenen Jahr abgesetzten Stückzahl. Sehr gut entwickelt sich auch die Marke „Kalbli". Hier wurden in den ersten sechs Monaten des heurigen Jahres bereits 80 Prozent der Vorjahresmenge umgesetzt. Und auch der „Grauvieh Almochs" und der „Tiroler Jahrling" sind auf Erfolgskurs. „Diese Erfolge der Qualitätsfleischprogramme der Agrarmarketing Tirol können aber nicht wettmachen, dass der Fleischabsatz in Richtung Gastronomie wie bereits im Frühjahr zum Erliegen gekommen ist und wir Handlungsbedarf haben", bedauert LHStv Geisler.


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