Tirols Almen sind unverzichtbares Kulturgut

Tirol ist das Almenland Nummer eins in Österreich. Allerdings ist die Anzahl der gealpten Milchkühe in den letzten Jahren um fast zehn Prozent zurückgegangen. Um dem entgegenzuwirken, hat das Land Tirol auf Initiative von LHStv. Josef Geisler eine Förderung für die Alpung von Milchkühen eingeführt.

20.08.2020


Tirols Almen sind ein unverzichtbares Kulturgut, das wir in seiner Vielfalt unbedingt erhalten müssen. Sie sind Ausflugs- und Erholungsziel für Einheimische und Gäste, Wirtschaftsraum für unsere Bäuerinnen und Bauern, Lebensraum für Weidetiere und wichtig für die Artenvielfalt im Alpenraum", sagte LH Günther Platter auf der Markis Hochalm im Voldertal (Bezirk Innsbruck-Land). Ziel der Tiroler Landespolitik sei es deshalb, die Almwirtschaft nach Kräften zu unterstützen: „Der Wert der Almwirtschaft kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden." Gerade auch für den Sommertourismus seien die Almen und ihre Produkte ein wichtiger Faktor.

Bedeutung der Almprodukte
„Unsere Almen sind das obere Stockwerk von Tirol, damit dort alles funktioniert, braucht es jemanden, der sich darum kümmert", so LHStv. Josef Geisler. Almwirtschaft bedeutet wirtschaften unter erschwerten Bedingungen. Im Vergleich zu den Talräumen sind die Almbauern mit Problemen wie mangelnder Erschließung, rauen Umweltbedingungen und einer kurzen Vegatationsperiode konfrontiert. Zäune müssen jährlich abgelegt und ausgebessert werden, Schäden nach Lawinenabgängen beseitigt werden, die Aufsicht des Viehs ist aufwändig. Zum hohen Arbeitsaufwand kommen hohe Kosten: Almen sind als zweiter Betriebsstandort zu sehen und müssen erhalten werden. Der Aufenthalt auf der Alm wirkt sich positiv auf die Tiergesundheit aus und auch die auf der Alm produzierten Lebensmittel überzeugen durch ihre besondere Wertigkeit. Josef Lanzinger, Obmann des Tiroler Almwirtschaftsvereins ist überzeugt: „Eigentlich müsste man Almmilch und die daraus erzeugten Milchprodukte in der Apotheke verkaufen, so gesund sind diese!" Für diese hochwertigen Produkte soll es bald ein eigenes Gütesiegen „Alm" bzw. „von der Alm" geben, damit diese auch ihrem Wert entsprechend vermarktet werden können.

Miteinander auf Tirols Almen
Landwirtschaftskammerpräsident Josef Hechenberger unterstreicht den Stellenwert dieser Unterstützung der Landesregierung: „Die Tiroler Almwirtschaft ist mit vielen Herausforderungen konfrontiert. Sie ist aus vielerlei Hinsicht unverzichtbar für Tirol und deshalb ist ihre Absicherung eine Notwendigkeit. Es wäre wünschenswert, wenn die Wirtschaftlichkeit durch den Produktpreis erzielt werden könnte, leider ist das aufgrund der kleinen Strukturen und aufwändigen Bewirtschaftung bisher nicht der Fall. Deshalb gilt mein Dank den Verantwortlichen für die wichtige Unterstützung der Melkalmen. Nicht nur die Wirtschaftlichkeit stellt für die Almbetreiber ein Problem dar: „Unsere Almen erfreuen sich immer größerer Beliebtheit, was leider auch immer wieder Zwischenfälle beim Aufeinandertreffen von Wanderern und Weidevieh bedeutet. Trotz umfassender Informationen zeigt sich immer wieder, dass der nötige Respekt vor dem Vieh fehlt. Deshalb war es ein wichtiger Schritt, die Eigenverantwortung der Freizeitnutzer gesetzlich festzumachen und so den Almbetreibern größtmögliche Rechtssicherheit zu verschaffen."

Almmilch
Traditionell ist Tirol das Bundesland mit den meisten Melkalmen. Rund 40 Millionen Liter Almmilch werden jährlich auf den Tiroler Almen produziert. Vier Millionen Liter Almmilch werden direkt auf der Alm zu Almkäse und Butter verarbeitet. Die restliche Milch wird ins Tal zu den Sennereien geliefert. Mit 37,5 Millionen Liter Almmich werden 75 Prozent der angelieferten Almmilch in Tirol produziert.
Der Zuschuss beträgt € 120,-- je auf der Alm gemolkenen Kuh. Die Prämie ist auf höchstens 40 Kühe je antragstellende Alm begrenzt.

Foto: Präsentation des Unterstützungspaketes des Landes für die Tiroler Melkalmen: Josef Lanzinger, Obmann Almwirtschaftsverein Tirol, LH Günther Platter, Almbäuerin Sabine Kössler, LHStv. Josef Geisler, Josef Hechenberger, Präsident Landwirtschaftskammer Tirol.


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