Neue Förderung des Landes für Melkalmen

Die Almwirtschaft in Tirol kommt immer mehr unter Druck. Zur Erhaltung der Melkalmen hat das Land Tirol nun auf Initiative von LHStv. Josef Geisler ein Unterstützungspaket für die Alpung von Milchkühen geschnürt.

13.08.2020


Mit rund 2100 bäuerlich bewirtschafteten Almen ist Tirol das Almenland Nummer eins in Österreich. Tirol ist mit 993 Melkalmen außerdem das Bundesland mit den meisten Melkalmen, also Almen, auf denen Milchkühe aufgetrieben werden. „Bislang haben wir auf den Tiroler Almen eine grundsätzlich stabile Situation. Die Almwirtschaft in Tirol ist intakt – noch", so Agrarreferent LHStv. Josef Geisler. Sowohl bei der Anzahl der bewirtschafteten Almen als auch der Anzahl der aufgetriebenen Tiere gab es in den vergangenen 20 Jahren keine gravierenden Rückgänge. „Was wir aber merken, sind Verschiebungen bei den gealpten Tieren", so Geisler. Bei annähernd gleichbleibender Zahl aufgetriebener Rinder ist die Anzahl der Milchkühe auf den Tiroler Almen deutlich, nämlich um fast zehn Prozent, zurückgegangen. Die Anzahl kleiner Milchalmen mit bis zu 20 Milchkühen hat sich sogar fast halbiert.

Wertschätzung und Hilfe für Milchkuhalpung
„Dem müssen wir etwas entgegenhalten, weil gerade die Milchkuhalmen typisch für Tirol sind und sich der Aufenthalt auf der Alm positiv auf die Tiergesundheit auswirkt, Almmilch durch ihren bis zu dreimal höheren Anteil an ungesättigten Fettsäuren besonders wertvoll ist und die Beweidung der Almflächen maßgeblich zum Schutz vor Naturgefahren und zur Artenvielfalt beiträgt", so Geisler. Damit auch weiterhin Milchkühe die Tiroler Almen beweiden und hochwertige Almmilch liefern, unterstützt die Tiroler Landesregierung die Milchkuhalpung in Tirol im heurigen und im kommenden Jahr mit 120 Euro pro aufgetriebener Milchkuh. „Diese Unterstützung, die auf kleinere und mittlere Kuhalmen abzielt, ist für uns Almbäuerinnen und Almbauern ein Zeichen der Wertschätzung und eine echte Hilfe für die Aufrechterhaltung der Bewirtschaftung", freut sich der Obmann des Tiroler Almwirtschaftsvereins, Josef Lanzinger.

Wertschöpfung für Almprodukte
Der Rückgang insbesondere der kleinen Melkalmen zeigt laut Lanzinger die wirschaftlichen Schwierigkeiten sehr deutlich auf. „Die Betreuung des Viehs durch Fremdpersonal oder vom Heimhof aus sowie die Almgebäude als zweiter Betriebsstandort bedeuten nicht nur einen hohen Arbeitsaufwand, sondern auch erhebliche Kosten. „Dieser Aufwand lässt sich derzeit nicht über Markterlöse für die Almmilch abdecken", weiß Lanzinger, der Almprodukten mit einem eigenen Gütesiegel einen höheren Wert geben möchte. Immerhin kommen drei Viertel der in Österreich produzierten Almmilch von Tiroler Almen.


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