Entlastungs- und Investitionspaket: Rückenwind für heimische Bauern

Die Bundesregierung hat im Zuge der vergangene Woche abgeschlossenen Regierungsklausur unter anderem ein 400 Millionen Euro schweres Paket zur Unterstützung der Land- und Forstwirtschaft präsentiert.

25.06.2020


Die Coronakrise und die damit verbundenen Folgen haben auch in der Land- und Forstwirtschaft Spuren hinterlassen. Jetzt geht es darum, auch die bäuerlichen Betriebe durch die Krise zu bringen und gerade auch in der Forstwirtschaft die Weichen für die Zukunft zu stellen.

Unmittelbar spürbare Stärkung
„Das von Bundesministerin Elisabeth Köstinger präsentierte Entlastungs- und Investitionspaket für die Land- und Forstwirtschaft beinhaltet auch viele Maßnahmen zur Stärkung der kleinstrukturierten Tiroler Land- und Forstwirtschaft. Vor allem die Maßnahmen in der Sozialversicherung, die rückwirkend ab 1. 1. 2020 gelten, werden unmittelbar spürbar sein", sieht Tirols Bauernbundobmannn LHStv. Josef Geisler eine direkte Entlastung für die bäuerlichen Familien in Tirol. Außerdem hat der Bund nun viele Initiativen aus Tirol wie etwa das Programm „Klimafitter Bergwald" aufgegriffen. Geisler sieht im nunmehr vom Bundesministerium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus geschnürten Paket „Rückenwind" für die in Tirol bereits eingeleiteten Maßnahmen.

Bonus auch für Bauernfamilien
Auch Bauernbunddirektor BR Dr. Peter Raggl begrüßt das Entlastungspaket. „Die Eigenversorgung unseres Landes mit hochwertigen Lebensmitteln ist nicht erst seit der Corona-Krise ein Gebot der Stunde. Unsere produzierende Landwirtschaft sichert uns die Selbstversorgung im Land und das gelingt nur, wenn die Rahmenbedingungen für unsere heimischen Familienbetriebe passen." Eine Maßnahme, die Raggl dabei besonders hervorhebt, ist der Kinderbonus von 360 Euro pro Kind: „Dass der Familienbonus nun auch endlich für Bauernfamilien spürbar wird, ist sehr wichtig. Damit können nun auch land- und forstwirtschaftliche Betriebsführer, die Familienbeihilfe beziehen, in den Genuss des Familienbonus kommen."

Entlastung bei Pensionen
Unter anderem beinhaltet das Entlastungspaket auch die Absenkung des Anrechnungsprozentsatzes beim fiktiven Ausgedinge von 13 Prozent auf 10 Prozent ab 2021.
Das fiktive Ausgedinge ist ein Pauschalbetrag, der bei der Übergabe, dem Verkauf oder der Verpachtung eines land- und/oder forstwirtschaftlichen Betriebs für die Berechnung der Ausgleichszulage angerechnet wird. Bei Ausgleichszulagenbeziehern führt das zu einer Senkung der Pension.
„Das fiktive Ausgedinge wurde vor dem Hintergrund eingeführt, dass die Eltern in der Pension im Haushalt der Kinder und Hofübernehmer mitversorgt werden. Das entspricht heutzutage nicht mehr der Wirklichkeit. Die Familienstrukturen haben sich geändert, Altbauern leben oft nicht mehr im selben Haushalt mit der jüngeren Generation", so BR Raggl. „Die Ausgleichszulagenbezieher sind ohnehin schon die niedrigsten Pensionsbezieher. Die Entlastung der 25.000 Betroffenen mit einer Summe von 10,5 Millionen Euro ist ein wichtiger Schritt für die finanzielle Absicherung der älteren Generation."

Fiktives Ausgedinge
Absenkung des Anrechnungsprozentsatzes beim fiktiven Ausgedinge von 13 Prozent auf 10 Prozent
Beispiel: Das fiktive Ausgedinge führt bei AusgleichszulagenbezieherInnen zu einer Senkung der Pension bis zu 121,30 Euro (Einzelrichtsatz) bzw. zu 181,87 Euro (Ehegattenrichtsatz) monatlich. Die Absenkung des Anrechnungsprozentsatzes verbessert die monatliche Pensionsleistung um bis zu 28 Euro (Einzelrichtsatz) und um bis zu 42 Euro (Ehegattenrichtsatz) monatlich.


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