Kuhattacke im Außerfern: „Tiere trifft keine Schuld“

Friedlich grasen 44 Kühe, 15 davon Kälber, beim Vilsalpsee in Tannheim im Außerfern – normalerweise. Durch einen Ansturm von Naturliebhabern und Freizeitsportlern kam es vergangene Woche zweimal zu einem Zusammenstoß von Kühen und Wanderern.

18.06.2020


Die „Kuhattacken" ereigneten sich am Freitag, zwei erwachsene Personen und ein vierjähriges Kind erlitten dabei Schürfwunden und Prellungen.

„Kühe vor Leuten beschützen"
Gegenüber der Tiroler Tageszeitung und tirol.orf.at (14.06.2020) berichtete der Alpmeister Ludwig Lochbihler von unglaublichen Szenen auf der Kuhweide: „Hunderte von Wanderern sind den ganzen Tag über die Weide gegangen, mitten durch die Herde. Sie haben Fotos gemacht, sie gestreichelt und haben sich mit Babys sogar davor auf den Boden gelegt. Wir müssen die Kühe vor den Leuten schützen." Solch einen Ansturm seien die Tiere nicht gewohnt. An der eingezäunten Weide seien Warnschilder angebracht, die vor der von Mutterkühen ausgehenden Gefahr warnen. „Ich kann den Tieren keine Schuld geben. Die Leute handeln für mich unverständlich. Außerdem ist momentan der Wanderweg wegen des Wasserstands des Vilsalpsees überschwemmt. Und deswegen sind die Gäste über den Weidboden gelaufen. Und ich meine, dass die Kuh nichts anderes gemacht hat, als ihr Kalb zu schützen. Und dass die ein oder andere Kuh mal auszuckt, ist für mich verständlich", so Lochbihler. Er sei erleichtert, dass den Opfern nicht mehr passiert ist. Für die Zukunft müsse man aber eine Lösung finden. Man könnte beispielsweise den Wanderweg mit einem weiteren Zaun abzusperren. „Wenn sich nichts ändert, werden wir keine Kühe mehr auf diese Weide lassen."

Abstandsregelung wie in Corona-Zeiten
Für Bezirksbauernobmann Christian Angerer braucht es mehr Eigenverantwortung. „Natürlich wollen unsere Gäste gerade nach der Ausgangssperre in der Coronazeit wieder in die Natur und an den Vilsalpsee. Die Vernunft darf dabei aber nicht verloren gehen. Im Umgang mit Weidevieh gilt, ebenso wie in den vergangenen Monaten, Abstand halten!"
Das Vieh sei nach dem langen Winter im Stall nervös und noch nicht an Wanderer und andere Erholungssuchende gewöhnt. „Speziell im Frühsommer sind die niederen Weideflächen wichtig für die Landwirtschaft. Auf den Hochalmen ist der Futterbestand noch zu gering."


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