Genuss wird mit drei S geschrieben

Nicht schlecht, Herr und Frau Genussspecht! Der Wipptaler Verein „Genussspechte“ vermittelt schon seit 2016 den Wert von Lebensmitteln. Der neue Onlineshop inklusive Lieferdienst bietet den Mitgliedern eine größere Reichweite.

04.06.2020

 

Vom Saibling übers Lammsugo bis hin zur Schokolade reicht das Sortiment des Genusskistls, das die Wipptaler Genussspechte seit Beginn der Coronakrise online in ihrer Region anbieten. Die 27 Mitglieder sind kleine und größere Bauern, Metzger sowie Gastrobetriebe, die alle eines gemeinsam haben: Sie wollen ihren Kunden ein besonderes kulinarisches Erlebnis bieten, das über die reine Nahrungsaufnahme hinausgeht.

Begehren durch Regionalität und Saisonalität wecken
„Wir bieten Privatpersonen und Gastronomen Spitzenprodukte an, die sich ganz nach dem regionalen Angebot und der Saison richten. Begehrlichkeit wollen wir nicht durch die ständige Verfügbarkeit des gesamten Sortiments schaffen. Der Konsument muss sich auf den Jahreskreislauf einstellen und kann sich dann auch auf das Angebot der Saison freuen, wie etwa auf Lammfleisch im Frühling oder Almkäse im Sommer", führt Genussspechte-Obfrau Gabi Gatscher aus. Ihr ist es ein Anliegen, den Mehrwert von heimischem Fleisch, Fisch und Co. nach außen zu transportieren. „Mir schnürt es die Kehle zu, wenn ich sehe, dass Lammkottelets aus Neuseeland im Supermarkt billig verkauft werden, während die heimischen Bauern auf ihren Lämmern sitzen bleiben. Ich habe es mir daher zur Aufgabe gemacht, Kochkurse anzubieten, in denen beispielsweise ein gesamtes Lamm oder Kalb verarbeitet wird, und nicht nur die Steaks oder Koteletts. Die Menschen müssen wieder lernen, zu kochen." Beuschel, gebratene Leber und Sugo lassen sich unter anderem neben den Premiumstücken aus den Tieren gewinnen. „Das schmeckt nicht nur, sondern stärkt auch die regionale Wertschöpfung und ist nachhaltig", bekräftigt Gatscher. „Außerdem ist es gut zu wissen, wo das eigene Essen herkommt."

„Lebensmittel müssen wieder etwas wert sein"
Die Genussspechte möchten ihren Kunden den Wert von Lebensmitteln deutlich machen, ohne sie zu belehren. „Es ist bedenklich, wenn die Bauern sich gar nicht mehr trauen, einen fairen Preis für ihre Produkte zu verlangen. Die Geiz-ist-geil-Gesellschaft hat nicht nur die Konsumenten zu Schnäppchenjägern erzogen, sondern den Bauern auch ihr Selbstbewusstsein geraubt", zeigt Gabi Gatscher die besorgniserregende Situation auf. „Wir wollen nicht mit Diskontern konkurrieren, sondern dem Essen wieder einen Wert geben."
Die Obfrau führt mit einem Beispiel den Unterschied zwischen einheimischen, qualitativ hochwertigen Produkten und Billig-Lebensmitteln vor Augen: Vier Jahre braucht ein Saibling des Genussspechte-Mitglieds Walter Vötter, um die gewünschte Größe zu erreichen. Bis dahin lebt der Tiroler Kwellsaibling im kalten, klaren Wasser. Im Vergleich ein Saibling aus Aquakultur: Der Fisch darf in Massentierhaltung ein halbesJahr in rund 20 Grad warmen Wasser leben, das, um das Wachstum zu erzwingen, mit Sauerstoff angereichert wird.

Einheimische Lebensmittelproduktion absichern
„Mir ist es wichtig, dass die Konsumenten sich wirklich im Klaren darüber sind, wen und welche Form der Lebensmittelproduktion sie mit ihrem Einkauf unterstützen", verdeutlicht Gatscher. Nur so könne man die Bauern dazu motivieren, weiterhin Lebensmittel auf hohem Niveau zu erzeugen.
Besonders zu Beginn der Corona-krise wurde die Bedeutung der heimischen Lebensmittelerzeuger und der Versorgungssicherheit im Land aufgezeigt. „Die Krise haben wir genutzt, um einen Webshop zu etablieren. Dort bieten wir seitdem das individuell füllbare Genusskistl an. Unsere Kunden wählen im aktuellen Sortiment ihre Waren und melden sich dann per Mail, SMS oder Whatsapp-Nachricht bis Donnerstag bei mir. Am Freitag liefern wir nach Hause oder zu den Betrieben hin. Das Lob der Käuferinnen und Käufer fiel sehr üppig aus", berichtet Gabi Gatscher. „Viele wussten bis dorthin noch nicht einmal, welch große Produktpalette das Wipptal zu bieten hat."

Kontakt:
Gabi Gatscher — Tel. 0660/468 20 67; Mail: fam.gatscher@gabis-kleine-spezerey.at; Facebook: Genussspechte Wipptal; Onlineshop: www.wipptal-liefert.at

Lisa Eller vom Ochsnerhof in Schmirn bietet Erdäpfel und Bauernbrot an.

Stolz ist Walter Vötter aus Gries a. Br. auf seine sorgsam gezüchteten Kwellsaiblinge.


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