Bauernbund ad Handel: Uralt-Mentalität verbaut der Landwirtschaft die Zukunft

Totschnig: Edeka-Werbung als Paradebeispiel für verfehlte Preispolitik der Handelsketten - Österreichs Handel jetzt auf dem Prüfstand!

29.01.2020

 

(Wien, 29. Jänner 2020) „Billige Lebensmittel sind teuer! Billige Lebensmittel gehen auf Kosten von Bauern, Verarbeitern, dem Klima und vor allem auf Kosten der österreichischen Kulturlandschaft. Diese Preisstrategie zieht nur Verlierer nach sich", erkennt der Direktor des Österreichischen Bauernbundes Mag. Norbert Totschnig in der deutschen Edeka-Kampagne ein Paradebeispiel für eine Preispolitik des vergangenen Jahrhunderts.

„Wir sehen den österreichischen Lebensmitteleinzelhandel jetzt auf dem Prüfstand: Billige Lebensmittel sind ebenso out wie große Spritfresser. Genauso wenig passt die ständige Aktionitis beim Fleisch mit teuren Nachhaltigkeitskampagnen zusammen. Jetzt liegt es am LEH, endlich auch die Zeichen der Zeit zu erkennen und Lebensmitteln einen angemessenen Preis zu geben", fordert Totschnig ein Umdenken des LEH.

Eine unverschämt provokante Geringschätzung von kostbaren Lebensmitteln wurde mit der Edeka-Werbekampagne sichtbar. „Diese Ansagen sind niveaulos und auf das Schärfste zu hinterfragen", erkennt Totschnig in den Edeka-Werbebotschaften eine Geringschätzung von Lebensmitteln.

Völlig absurd, wenn Wasser teurer als Milch ist
„Wer heute noch die Produktion von Billigramsch unterstützt, hat den Geist unserer Zeit nicht verstanden und nimmt die Auswirkungen des Klimawandels nicht ernst genug", stellt Direktor Totschnig fest. Geht es nach ihm, sollen Lebensmittel wieder einen angemessenen Preis bekommen: „Lebensmittel haben einen Wert und dieser Wert hat einen Preis. Wenn Wasser teurer aus den Geschäften getragen wird als Milch, passen die Dimensionen eindeutig nicht mehr zusammen." Bäuerinnen und Bauern als auch die Lebensmittelverarbeiter müssen heutzutage hohe Qualität zu einem vergleichsweise günstigen Preis erbringen. „Dass gerade Lebensmittel immer wieder für Lockangebote und für Dumpingpreise herhalten müssen, kann ich beim besten Willen nicht nachvollziehen", schließt Totschnig.


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