Heimische Politik setzt auf kleinstruktrierte Betriebe

Licht- und Schattenseiten der europäischen und der Tiroler Landwirtschaft zeigte der Landtagsabgeordnete Josef Edenhauser bei seiner Rede im Tiroler Landtag auf.

23.01.2020

 

Europaweit befinden sich die Bauern durch den freien Markt in einer gedrückten Lage", so Landwirtschaftssprecher LAbg. Josef Edenhauser: „Vor allem Fehler stechen bei der Betrachtung hervor: Beispielsweise stehen deutsche Bauern stark unter Druck, da die hohe Industrialisierung der Betriebe Schulden hinterlassen hat, die sie nun nicht mehr bezahlen können."
Auf der anderen Seite sei diese Situation eine wohlwollende Bestätigung für die heimische Politik, die immer auf die kleinstrukturierte Landwirtschaft gesetzt hat. Generell sei ein Einkommensrückgang von etwa 20 Prozent in den letzten Jahren zu verzeichnen gewesen – eine Folge des gesunkenen Milchpreises. Durch den Brexit sieht Edenhauser eine weitere Belastung für die europäische Landwirtschaft. „Großbritannien war Nettozahler, durch den Austritt fehlen 14 Milliarden Euro im Budget. Daher wird sicherlich auch das bäuerliche Budget gekürzt oder zumindest neu verteilt", befürchtet er finanzielle Verluste bei Förderungen.

Symbiose zwischen Tourismus und Landwirtschaft forcieren
„80 Prozent der Tiroler Bauern sind im Nebenerwerb tätig und daher auf einen lebendigen ländlichen Raum angewiesen. Ohne einen Arbeitsplatz in der nahen Umgebung wäre diese Form des Wirtschaftens nicht möglich", verdeutlicht Josef Edenhauser. Ein starker Partner stelle dabei der Tourismus dar, der viele regionale Arbeitsplätze schafft.
Jedoch sei auch bei der Symbiose zwischen Landwirtschaft und Fremdenverkehr noch Luft nach oben. „Die regionale Küche sollte auch durch regionale Lebensmittel vermittelt werden. Die verpflichtende Herkunftskennzeichnung in öffentlichen Küchen und auch in der Gastronomie und im Tourismus ist ein Schritt in die richtige Richtung", ist sich der Abgeordnete sicher. Auch aus diesem Grund investiert das Land Tirol zunehmend in ortsnahe Verarbeitungsbetriebe für landwirtschaftliche Produkte.

Finanziellen Druck von den Bauernfamilien nehmen
Zugleich fordert Edenhauser ein Abbremsen der ständigen Forderungen der Handelsketten beim Tierwohl. „Unseren Tieren geht es gut. Die Tiroler erfüllen schon seit langem die gesetzlich vorgegebenen Standards bei der Tierhaltung und gehen großteils darüber hinaus. Die fachlich oft nicht begründbaren Tierwohl-Initiativen der Handelsketten werden nur zur Abhebung von der Konkurrenz genutzt. Ob die ständig steigenden Anforderungen für kleinstrukturierte Bauernfamilien finanzierbar sind, wird dabei außer Acht gelassen", empört sich Edenhauser. Entgegenwirken kann dem der mündige Konsument, der sich nicht auf falsche Werbeversprechen einlässt.

 


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