Must Have – ein Tiroler Christbaum mit Tiroler Christbaumschmuck

Vor 25 Jahren schlossen sich 10 Christbaumproduzenten in einem Verein zusammen. Sie produzieren den „Tiroler Christbaum“, der an seinem roten Logo klar zu erkennen ist. Mittlerweile sind es 22 Betriebe, die in ihren Baumkulturen über mehrere Jahre durch intensive Hege und Pflege traumhaft schöne Christbäume heranziehen.

17.12.2019


Johannes Astner vom Gasteighof in Reith im Alp-bachtal ist der Obmann der Tiroler Christbaumproduzenten. Er bewirtschaftet selbst rund drei Hektar Kulturfläche und ist ein Christbaumzüchter und-verkäufer mit Leib und Seele. Im Interview mit der Bauernzeitung erfuhren wir allerhand Wissenswertes rund um den Baum, ohne den das Weihnachtsfest wohl nur halb so schön wäre.

Wie könnte man einen „perfekten" Christbaum beschreiben?
Johannes Astner: Der perfekte Baum ist schwierig zu definieren. Für uns Produzenten ist ein Baum perfekt, wenn er nicht zu breit, aber füllig und makellos ist. Für unsere Kunden schaut der perfekte Baum aber zum Glück unterschiedlich aus. Manche suchen gezielt nach einem Baum, der auf einer Seite nicht zu dicht bewachsen ist, damit er gut in ein Eck oder an die Wand gestellt werden kann.

Wie lange dauert es, bis ein Christbaum groß genug ist, um geschnitten werden zu können?
Astner: Unsere Jungpflanzen kommen mit drei bis vier Jahren aus dem Pflanzgarten und stehen dann bei uns noch mindestens sechs Jahre, um dann als kleiner Baum geerntet zu werden. Ein Zwei-Meter-Baum braucht rund zehn bis zwölf Jahre, bis er ausgewachsen ist.

Welcher Aufwand steckt hinter der Christbaumproduktion?
Astner: Hochsaison haben wir natürlich im Winter, wenn wir die Bäume schlagen, im Netz verpacken und vermarkten. Das Arbeitsjahr beginnt aber bereits Anfang April, wenn die Jungplanzen gesetzt werden, dann wird es schon bald Zeit fürs Formschneiden, die Düngung und die Triebverkürzung mit der Topstop Zange. Im Jahresverlauf müssen die Pflanzen zwei bis drei Mal ausgemäht werden und auch Korrekturarbeiten fallen immer wieder an.
Somit sind wir eigenlich das ganze Jahr damit beschäftigt, unsere Bäume gut zu versorgen und großzuziehen.

Welche Komplikationen sind möglich?
Astner: Bei den Neupflanzen bringt Trockenheit immer ein Ausfallsrisiko, gefährlich wird es auch bei Hagel, da dabei Triebe abbrechen könnten. Zu den natürliche Feinden unserer Christbäume gehören neben dem Wild aber auch Läuse oder Pilze, hier muss dann manchmal auf ein Pflanzenschutzmittel zurückgegriffen werden.

Macht es Sinn, den Christbaum beim richtigen Zeichen zu schneiden?
Astner: Ja, macht es auf jeden Fall. Wir ernten unsere Bäume immer im Tierkreiszeichen Zwilling/Krebs, wenn der Mond (fast) voll ist. Das sind dann zwar sehr stressige Tage, aber es zahlt sich aus.

Warum sollen Kunden einen Tiroler Christbaum kaufen?
Astner: Unsere Tiroler Christbäume sind frisch im Mondzeichen geerntet, sie zeichnen sich durch naturnahe Produktion aus, die Wertschöpfung bleibt in der Region und die kurzen Transportwege sind ein weiteres Argument. Eigentlich sollte in jedem Tiroler Haushalt ein Tiroler Christbaum stehen. Erfreulicherweise steigt die Nachfrage stetig, Regionalität wird immer beliebter und wir sind dafür gut gerüstet. Leider setzen uns aber immer noch viele Handelsketten mit ausländischen Billigbäume unter Druck und verkaufen Bäume zu einem Preis, der in keinster Weise in Relation zu den Produktionskosten steht.

Welche Bäume werden angeboten, welche sind besonders beliebt?
Astner: Unser Verkaufsschlager ist die Nordmanntanne, zusätzlich verkaufen wir noch Blaufichte, Coloradotanne, Korktanne und Nobilistannen.

Gibt es eigentlich auch Tiroler Christbäume im Topf?
Astner: Ja, die gibt es. Es ist aber zu bedenken, dass nur Bäume, die im Topf gezogen wurden, auch wirklich eine Chance haben, im Garten anzuwachsen. Außerdem dürfen sie maximal einen Meter hoch sein, sonst funktionert es ebenfalls nicht. Und nach den zwei Wochen im Wohnzimmer muss man den Baum langsam wieder an die kalten Außentemperaturen gewöhnen, sonst erfriert er.

Deine Tätigkeit als Christbaumverkäufer ist bestimmt sehr abwechslungsreich. Gibt es da ein paar Begebenheiten, die dir im Gedächtnis geblieben sind?
Astner: Da gibt es allerhand Ereignisse, die mich immer noch zum Schmunzeln bringen. Zum Beispiel kommt es am 24. Dezember immer wieder vor, dass jemand noch schnell einen Baum braucht, weil der billige Importbaum bereits die Nadeln verliert und deshalb der Haussegen schief hängt. Einmal kam auch ein ganz aufgelöster Kunde zu mir, der dringend einen Ersatzbaum brauchte, weil der bereits gekaufte gestohlen wurde.
Aber großteils sind es einfach nette Begegnungen mit Menschen oder ganzen Familien, für die der Einkauf des Weihnachtsbaumen ein ganz besonderes Erlebnis ist. Wenn diese Kunden dann zufrieden mit einem schönen Tiroler Christbaum nach Hause gehen, ist das schon ein guter Lohn für die harte Arbeit. 
Vielen Dank für das Gespräch!

Foto: Jedes Jahr werden 32.000 Tiroler Christbäume geerntet. Einige davon kommen vom Gasteighof, auf dem Johannes Astner auf rund drei Hektar Christbäume hegt und pflegt.


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