Sind wir eigentlich noch zu retten? Ist Weihnachten noch zu retten?

Bist Du noch zu retten?" schreit der Vater zum Schiedsrichter auf das Spielfeld. Er hat eben ein Foul gepfiffen. An der Entscheidung ist nichts zu ändern. Es gibt Elfmeter. Doch was hat diese Geschichte mit Advent zu tun?

24.12.2019


Das Spiel ist längst vorbei, die Zuschauer sind zu Hause. Noch lange geht mir das Fußballspiel durch den Kopf – der Pfiff, der Elfmeter. Aber da war doch noch was? Eine Frage quer über das halbe Spielfeld: „Bist Du noch zu retten?" In der Hitze der Auseinandersetzung ist auf einmal von Rettung die Rede.

Sind wir noch zu retten?
Es gibt viele Menschen, die sich klein machen. Sie glauben nicht an sich selbst. Obwohl sie gesegnet sind mit einer Fülle von Talenten. Sie halten mit ihrer Meinung hinter dem Berg, obwohl sie so viel zu sagen hätten. Statt ihre Talente zu verschenken, ersticken sie unter einer Glocke des Misstrauens. Statt den Mund aufzumachen, schlucken sie lieber alles hinunter – mit schweren Folgen für ihre Verdauung und ihr Rückgrat. Gibt es für diese Menschen Hoffnung? Gibt es Rettung? Misstrauen hat nicht nur im persönlichen Leben tödliche Folgen.
Eltern und Kinder, Lehrer und Schüler, Produzenten und Kunden, Politiker und Bürger, Menschen in einer Ehe oder Partnerschaft ... alle leben von gegenseitigem Vertrauen. Geht sie verloren, geht auch der Boden der Beziehung verloren. Und nicht nur dieser. Längst ist auch ein anderer Boden in Gefahr. Megafeuer und Buschbrände, Überschwemmungen und orkanartige Stürme haben ein nie da gewesenes Ausmaß erreicht. Sind wir noch zu retten?

Ist Weihnachten noch zu retten?
Stürmische Zeiten erleben auch viele rund um die Weihnachtszeit. Um die extrem gestiegenen Konsumerwartungen zu befriedigen, hat längst eine Massenbewegung eingesetzt. Klingelnde Kassen, lärmende Einkaufsstraßen, verstopfte Zu- und Abfahrten vor Einkaufszentren. Der Verkehrsfunk gibt Hinweise, welche Parkhäuser noch offen sind und wie man Staus großräumig umfahren kann. Staus gibt es auch bei den Check in-Schaltern an den Flughäfen. Nix wie weg. Ist Weihnachten noch zu retten?

Wer klopfet an?
Die Geburt Jesu wird von den biblischen Geschichten und jenen, die später daraus entstanden sind, in den schillerndsten Farben erzählt. Auch damals: hektisches Treiben und gestresste Menschen vor allem im Bereich der Gastronomie. Das Lied „Wer klopfet an?" erzählt etwa von einem Wirt, dessen Hotel ausgebucht ist. Dieser muss einem Paar – die Frau ist schwanger! – mitteilen, dass alle Zimmer belegt sind. Des einen Freud – die gute Auslastung des Betriebs – ist der anderen Leid: die Obdachlosigkeit einer jungen Familie, die kein Zuhause findet. So war Weihnachten damals: Jesus, der Retter, sitzt vor der Tür.
Dort ist er bald einem Tyrann namens Herodes ausgeliefert. Dieser leidet an Verfolgungswahn, weil er seine Macht von allen Seiten bedroht sieht, sogar von Kindern. Maria, Josef und Jesus müssen fliehen. Eine Geschichte, die in vielen Krippen auf sehr eindrückliche Weise dargestellt ist.

Jesus, der Retter?
Wer also meint, Jesus lebe fernab jeglicher Lebensrealität, hat die biblische Botschaft nicht verstanden: Denn alles, was in der Tiefe eines Herzens bedrängend, aufwühlend und verletzend sein kann, ist von Anfang an in die Lebensgeschichte Jesu eingeschrieben. Und alles, was Menschen an Stress, Überforderung, Kaltschnäuzigkeit, Bedrohung des inneren und äußeren Friedens erleben können, gehört von Anfang an zur Lebensgeschichte Jesu dazu. Wer Jesus im entrückten Marzipankind sucht, wird ihn nicht finden. An ihm ist nichts zuckersüß. Viel zu hart ist die Wirklichkeit jenes Dorfes, in die er hineingeboren ist: Bethlehem. Der Name des Dorfes, in dem er geboren ist, ist Programm – ebenso der Name Jesus. Bethlehem bedeutet im Hebräischen „Haus des Brotes", im Arabischen „Fleisch", in manchen südarabischen Dialekten „Fisch". Und Jesus heißt Retter. Verdichteter lässt es sich nicht sagen: Jesus ist der Retter, an dem alle, die hungrig sind, satt werden.

Die Antwort aus der Vitrine
Vor kurzem war ich im Schloss Hartheim in Oberösterreich. Jener Ort, an dem tausende alte, kranke und behinderte Menschen von Nationalsozialisten ermordet wurden – auch aus Tirol. In einer Vitrine sind Gegenstände zu sehen, die den Menschen Stunden vor ihrer Vergasung abgenommen wurden. Ihre Habseligkeiten waren bereits auf das Allerwenigste zusammengeschrumpft. Was mir auffiel: Neben Brillen waren besonders viele Kreuze dabei. Sie sprechen noch heute durch das Glas der Vitrine. In tiefer Not, finsterer Stunde und grässlicher Verzweiflung – Jesus ist immer da. Er geht jeden Weg mit und lässt uns nie allein. Das ist die Zusage von Weihnachten. Wenn das kein Grund zu feiern ist?


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