Bauernbund-Herbstkonferenzen schlossen in Kufstein erfolgreich ab

Knapp einen Monat lang veranstaltete der Tiroler Bauernbund in jedem Bezirk des Landes eine der traditionellen Herbstkonferenzen. Vorträge von den Bauernbund-Politikern Obmann LHStv. Josef Geisler und Nationalratsabgeordnetem LK-Präsident Josef Hechenberger boten den Teilnehmern der Konferenz einen Überblick über das Geschehen in Tirol.

05.12.2019


Vergangenen Mittwoch fanden die Herbstkonferenzen des Tiroler Bauernbundes ihren Abschluss im Bezirk Kufstein.

Von A wie Almwirtschaft bis W wie Wildschweinplage
Bis in die Nacht hinein dauerte die angeregte Diskussion bei der Herbstkonferenz in Kufstein an. Der Themenbogen spannte sich dabei vom Hochwasserschutz über die Verbreitung der Engerlinge im Unterland bis hin zur ernsten Wildschweinplage in Brandenberg.
Sepp Lanzinger, Obmann des Almwirtschaftsvereines, gab zu bedenken, dass ein Augenmerk auf die Tiroler Almwirtschaft gelegt werden muss: „Immer mehr Milchkühe bleiben in den Heimställen, deswegen verlagert sich das Jungvieh von der Hochalm auf die Niederalm und auf den Hochalmen fehlt dann das Weidevieh, das die einzige Möglichkeit darstellt, diese Gebiete zu bewirtschaften. Vor allem für den Tourismus, der die herrliche Kulturlandschaft schätzt, und die Bevölkerung, die den Schutz vor Umweltgefahren sucht, kann das verheerend sein."
Bezirksbauernobmann Hans Gwiggner geben derzeitige Unterschriften-aktionen zu denken: „Mir kommt so vor, als würden viele Menschen glauben, sie würden mit einer Unterschrift die Welt verbessern. Dabei geben viele einfach nur die Verantwortung ab. Dazu braucht es aber immer noch Taten. Nur mit dem eigenen Kaufverhalten entscheiden Konsumenten, welche Landwirtschaft sie fördern wollen. Nur durch das Tätigen einer Unterschrift verbessert man nichts." Dazu gibt er ein Beispiel: „Im Bezirk Kufstein produziert bereits ein Drittel der Betriebe biologisch. Im Handel wird jedoch nur neun Prozent Bio-Ware in den Regalen verkauft. Viele Menschen geben zwar vor, nachhaltig zu denken, zu handeln und zu konsumieren, Fakt ist aber, dass viele immer noch zum billigeren Massenprodukt aus dem Ausland greifen." Dem stimmt NR Josef Hechenberger zu und erweitert: „Das effektivste Mittel zur Stärkung der heimischen Landwirtschaft ist und bleibt eine verpflichtende Herkunftskennzeichnung. Wir leben in einem Land mit 49 Millionen Nächtigungen und müssen immer noch unsere hochwertigen Erzeugnisse ins Ausland exportieren – da läuft etwas gewaltig schief."

„Wir brauchen einen starken Bund, keine Zerstreuung"
Bei insgesamt acht Herbstkonferenz-Terminen konnte der Bauernbund rund tausend Mitglieder erreichen. Bei den heurigen Diskussionen wurde ein breites Spektrum an Themen angesprochen, unter anderem der Nutzungsdruck von Grund und Boden, der geplante Hochwasserschutz, die steigenden Standards beim Tierwohl, die laufenden Koalitionsverhandlungen und die Ausgestaltung des mehrjährigen Finanzrahmens.
„Der Bauernbund steht im ständigen Austausch mit seinen Mitgliedern. So werden beispielsweise die Diskussionen der Herbstkonferenz durch den Ortsbauernobmann beim Inkasso weiter an den Stubentisch der einzelnen Bauern der Gemeinde getragen, die sich dann widerum einbringen kann. Darauf können wir stolz sein, denn gerade in der heutigen Zeit braucht es einen starken Bauernbund statt einer Bauernzerstreuung", spricht der Obmann die Vernetzung auf allen Ebenen an.

Foto: Der Bauernbund, die Jungbauern und die Bäuerinnen waren in Kufstein stark vertreten.


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