„Ein guter Kompromiss für Hundehalter“

Der Tiroler Landtag hat in seiner letztwöchigen Sitzung unter anderem eine Novelle des Landespolizeigesetzes beschlossen, welche die Haltung und den Umgang mit Hunden neu regelt.

28.11.2019


Für die einen ist er ein geschätztes Familienmitglied, für die anderen bedeutet er nur Probleme – Hunde sind ein polarisierendes Thema. Mit der Novelle des Landespolizeigesetzes wird in Zukunft die Leinen- und Maulkorbpflicht strenger geregelt, zudem wird der Sachkundenachweis verpflichtend eingeführt. Das leidige Thema Hundekot stand ebenso im Mittelpunkt der Debatte.

„Gesellschaft in Tirol ist auf den Hund gekommen"
Als Bürgermeister der Gemeinde Breitenbach am Inn kennt LAbg. Alois Margreiter die Hundeproblematik in den Gemeinden. „Es ist ein sehr emotional beladenes Thema, das behutsam angegangen werden muss. Das ist dem Team unter Initiative von Landesrätin Patrizia Zoller-Frischauf jedoch sehr gut gelungen. Alle Beteiligten wurden in den Entstehungsprozess der Novelle miteinbezogen", lobt Margreiter.
Er sieht in der Gesetzesänderung einen guten Kompromiss für Hundehalter. „Es gibt in Tirol über 35.000 Hunde – beinahe so viele 10- bis 14-Jährige Kinder leben in unserem Bundesland. Die Gesellschaft ist auf den Hund gekommen, es ist praktisch höchste Zeit für entsprechende Gesetzesanpassungen", so der Landtagsabgeordnete. Konkret umfasst die Weiterentwicklung des Polizeigesetzes unter anderem eine strengere Regelung der Leinen- und Maulkorbpflicht. Innerhalb geschlossener Ortschaften darf sich der Hund nur mehr an einer Kurzleine geführt oder mit einem Maulkorb frei bewegen. In hochfrequentierten Bereichen wie öffentlichen Verkehrsmitteln, Spielplätzen und Kindertagesstätten müssen Hundebesitzer ihren Liebling mit beiden Mitteln sichern.
Ein wichtiger Punkt ist auch die Einführung des verpflichtenden Sachkundenachweises für neu angemeldete Hundebesitzer. Dabei werden das Basiswissen, die Rassekunde, die Hundeerziehung und auch die Bewusstseinsbildung für die Verantwortung eines Hundebesitzers vermittelt.

Verantwortungsbewusstsein auch bei Hundekot vermitteln
„Zum Verantwortungsbewusstsein gehört natürlich auch die verlässliche Entfernung von Hundekot und die richtige Entsorgung der Gassisackerln", spricht Alois Margreiter ein Anliegen vieler Bauern an. „Wir wollen gesunde Lebensmittel produzieren. Wenn auf den Weiden Hundekot liegen bleibt, ist das nicht nur grauslich, sondern gefährdet auch die Gesundheit von Mensch und Tier enorm. Wir nutzen unsere Weideflächen zur Heugewinnung, sie dienen als Salatschüsseln für das Vieh", verdeutlicht er. Bedenklich sei auch der Blick in den Wald. „Wie Christbaumkugeln hängen die roten Gassisackerln von den Bäumen. Weihnachtliche Stimmung kommt bei einem solchen Anblick aber nicht auf", ärgert sich Margreiter über die Unachtsamkeit einiger weniger Hundebesitzer. Die verpflichtende Hundehalterschulung soll auch diese Problematik in Angriff nehmen und den Neo-Hundebesitzern die Konsequenzen eines solchen Handelns klar machen. „Schließlich können Hundekot und Plastik im Heu, in der Silage und im frischen Gras auch tödliche Konsequenzen für unser Vieh haben", macht Margreiter sein Anliegen klar.
Die Gesetzesnovelle wurde einstimmig im Tiroler Landtag beschlossen. Das Gesetz tritt mit Ablauf der Kundmachung (Mitte Jänner 2020) und die Verpflichtung des Sachkundenachweises mit 1. April 2020 in Kraft.


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