Von West nach Ost: Herbstkonferenz gibt Übersicht zu Lage des Bezirks

Personaländerungen im Bezirk Innsbruck, Wölfe und Bären im Außerfern, Beregnungsanlagen in Landeck und Schäden durch Unwetter in Osttirol - bei den Bauernbund-Herbstkonferenzen wurden die Tiroler Funktionäre auf den neuesten Stand gebracht und konnten ihre Sorgen und Anliegen an Bauernbundobmann LHStv. Josef Geisler richten.

28.11.2019


Vergangene Woche tourten Bauernbundobmann LHStv. Josef Geisler, Bauernbunddirektor BR Dr. Peter Raggl und LK-Präsident NR Josef Hechenberger durch die Bezirke Innsbruck, Reutte, Landeck und Lienz und machten sich gemeinsam mit den zuständigen Bezirksbauernobmännern ein Bild der Lage vor Ort.

Kirchmair tritt Posten an
Mitte September verstarb der langjährige Bezirkskammerleiter Mag. Helmuth Traxler, dies stellte einen sehr großen Verlust für die Bauernschaft im Bezirk Innsbruck dar. „Wir konnten nach intensiven Gesprächen einen sehr verlässlichen, kompetenten und bei der Bauernschaft geschätzten Nachfolger für unseren Helmuth finden und somit wird Andreas Kirchmair mit Anfang Dezember die Aufgaben des Bezirksstellenleiters Innsbruck übernehmen", so Schweigl. Zudem bereitet der Wildbesatz vielen Bauern zunehmend Kopfzerbrechen. „Hier sind wir nach wie vor im intensiven Austausch mit der Jägerschaft und der Bezirkshauptmannschaft. Die Zusammenarbeit ist hier durchaus konstruktiv", spricht Schweigl auch Problemfelder an.

Österreichs Heumilch-Vorreiter
Eine durchaus positive Stimmung gab es bei der Bezirkskonferenz in Reutte zu verzeichnen. Das Interesse für die Direktvermarktung steigt. Ab nächstem Jahr ist der Bezirk außerdem der erste reine Heumilchbezirk Österreichs.
Sorgen bereiten hingegen die Beutegreifer Wolf und Bär, die auch im Außerfern ihr Unwesen trieben.
Im Lechtal kamen zwei lokale Probleme hinzu: Einerseits eine Unsicherheit in Sachen Tbc aufgrund von Erkrankungen im benachbarten Vorarlberg, andererseits gab es massive Ernteausfälle durch Engerlinge. Hier haben sich Land und Gemeinde an den Kosten zur Bodenaufbereitung beteiligt.

Beregnungsanlagen gefordert
Der Klimawandel und die damit einhergehende Trockenheit sorgte im Bezirk Landeck für Gesprächsstoff. Anträge für Beregnungsanlagen würden laufend abgearbeitet, so Bezirksbauernobmann Elmar Monz. Die Engerling- und Maikäferplage sei außerdem nicht zu unterschätzen. 100 Hektar Fläche sind vom Befall betroffen.
Eine Herausforderung auf politischer Ebene sei der bevorstehende Brexit, wie LHStv. Josef Geisler voraussieht. Man müsse mit Kürzungen der EU-Fördermittel rechnen.

Schwere forstliche Schäden
Bedauerliches Dauerthema in Osttirol: die schweren Unwetterkatastrophen und die einhergehenden Probleme für die ländliche Bevölkerung. Denn gerade diese wurde durch die anhaltenden Straßensperren, Lawinen- und Murenabgänge teilweise tagelang von der Außenwelt abgeschnitten.
Einen großen finanziellen Schaden erlitten die Lienzer Waldbauern. Nach dem Sturm „Vaia" des vergangenen Jahres, der eine enorme Verwüstung anrichtete, waren die Aufräumarbeiten noch nicht abgeschlossen.
Die Sturmschäden der vergangenen Unwetter haben den bereits stark geschwächten Wald enorm geschädigt und extreme finanzielle Verluste verursacht. Durch den schwächlichen Schutzwald herrscht zudem eine höhere Gefahrenstufe bei Naturkatastrophen, was den landwirtschaftlichen Verlust zu einem Thema für die gesamte Osttiroler Bevölkerung macht.

Foto: Bezirk Lienz: Die schweren Unwetterereignisse und ihre Folgen standen im Mittelpunkt der angeregten Diskussion.


Aktuelle Termine

Versteigerung
Dienstag, 10. Dezember 2019
Imst

Details

Sprechtag
Mittwoch, 11. Dezember 2019
BLK Imst

Details

alle Termine


Was wäre Tirol ohne Bauern?

Informationen und die beliebten Produkte unserer Imagekampagne "Was wäre Tirol ohne Bauern?" finden Sie hier.

Kampagne


Tiroler Bauernkalender 2020

Das beliebte Nachschlagewerk für jung und alt ist ab sofort bei uns erhältlich. Bestellungen sind mit unserem Bestellformular, aber auch telefonisch unter: Tel. 0512/59 900-25, möglich.

Bestellformular


Hundekottafeln bestellen!

Die Hundekotproblematik ist ein ernst zu nehmendes Thema und betrifft viele Bauern in unserem Land. Wir setzen auf Aufklärung und bieten deswegen unsere Hundekottafeln zum Verkauf an. Infos, Bestellungen etc. unter tbb@tiroler-bauernbund.at oder Tel. 0512/59900-12

Infos, Preise, etc.

Infos, Preise, etc.

Unsere Adresse


Tiroler Bauernbund
Brixner Straße 1
A-6020 Innsbruck
Tirol - Österreich
Telefon +43 512 59900-12
Fax +43 512 59900-31

Email

Bauernbund Wetterservice


Unsere Bauernbund-Agrarwetterhotline ist von Anfang April bis Anfang Oktober abrufbar. Alleine im Jahr 2019 verzeichneten wir rund 160.000 Anrufe.

aktuelles Wetter

Wozu Tiroler Bauernbund?


In unserem Imagefilm und der Infobroschüre erfahren Sie mehr über Ursprung, Aufgaben, Ziele und die Bedeutung des Tiroler Bauernbundes.

Aktuelle Videos

Broschüre

Volltextsuche


Die einfache Suche nach Personen, Orten, Dingen und Terminen!

Tiroler Bauernbund

powered by webEdition CMS