Bäuerliche Forderungen wurden ausformuliert

Bei der Bundesvorstehung am Montag formulierte der Tiroler Bauernbund die Forderungen der Berglandwirtschaft für die Regierungsverhandlungen.

14.11.2019


Die Sondierungsgespräche auf Bundesebene sind abgeschlossen und nun gilt es, dass wir uns bei den Regierungsverhandlungen mit unseren Anliegen des Westens stark einbringen. Die Vorstandssitzung des Bauernbundes hat die wichtigsten landwirtschaftlichen Maßnahmen und Forderungen beschlossen", berichtet Bauernbundobmann LHStv. Josef Geisler und nennt einen der Punkte: „Jegliche zusätzlichen Anforderungen an eine flächendeckende, klimafreundliche und damit nachhaltige Landwirtschaft im Berggebiet sind zusätzlich finanziell abzugelten. Das ist eine Grundvoraussetzung, damit unsere heimischen Bauernfamilien auch in Zukunft hochwertigste Erzeugnisse produzieren können."
Es gehe in den bevorstehenden Verhandlungen vor allem darum, die für Tirol spezifische und bezeichnende Alm- und Viehwirtschaft abzusichern. „Das reicht von der Rechtssicherheit bei der Almfutterflächenfeststellung über finanzielle Anreize für Tierhalter und Almviehauftreiber bis hin zur Regulierung der großen Beutegreifer. All das braucht es, damit das Wohl heimischer Bauern und ihrer Tiere nach wie vor gesichert bleibt. Gemeinsam mit unseren beiden Nationalräten und unserem Bundesrat werden wir uns in Wien dafür stark machen, dass die kleinstrukturierte Berglandwirtschaft des Westens bei den laufenden Verhandlungen nicht durch den Rost fällt," so Geisler.
Der Tiroler Bauernbund hat in der Bundesvorstehung vom vergangenen Montag folgende für Tirol maßgebliche Punkte beschlossen:

Mehrjähriger EU-Finanzrahmen
Der erste Budgetvorschlag der EU-Kommission ist entschieden abzulehnen und nachzuverhandeln. Drohende Verluste von EU-Mitteln in der Säule 1 und in der Säule 2 müssen zur Gänze mit Bundesmitteln ausgeglichen werden.
Zudem ist dafür Sorge zu tragen, dass in der kommenden Finanzperiode eine inflationsbereinigte Anpassung der Förderungszahlungen berücksichtigt wird, insbesondere bei der Ausgleichszulage und der Investförderung.
Jegliche zusätzliche Anforderungen an eine flächendeckende, klimafreundliche und damit nachhaltige Landwirtschaft im Berggebiet sind auch zusätzlich finanziell abzugelten.

Klimawirksame Maßnahmen für die Landwirtschaft
Klimazölle für Lebensmittelimporte
Aufrechterhaltung und Ausbau der Risikovorsorge
Forcierung einer erdölfreien Landwirtschaft

Stärkung der heimischen Lebensmittelproduktion
Einführung einer verpflichtenden Herkunftskennzeichnung
Schutz und Unterstützung für die Marke „Almprodukte"
Keine bauernfeindlichen Freihandelsabkommen

Stärkung der Alm- und Viehwirtschaft
Rechtssichere Almfutterflächenfeststellung mit Jährlichkeitsprinzip
Finanzielle Anreize für Tierhalter und Almviehauftreiber (starke Ausgleichszulage, DIZA-Anpassung, Erhöhung Alpungsprämie)
Nachfolgeregelung für Mutterkuhhalter (Qualitätsprämie)
Regulierung der großen Beutegreifer, Ausrichtung und Umsetzung einer nationalen Strategie (Ausweisung sensibler Gebiete und Entnahmemöglichkeiten)

Stärkung von Klein- und Mittelbetrieben
Direktzahlungen: volle Ausnutzung des vorgesehenen (EU-) Rahmens zur Einführung einer Umverteilungsprämie, stärkere Förderung der ersten 20 Hektar

Einheitswert und Sozialversicherung
Aktualisierung des EHW & Anpassung der sinkenden Einkommen
Halbierung des Zuschlages bei den Direktzahlungen (z.B.: von 1/3 auf 1/6)
Anhebung Pflichtversicherung von 1.500 Euro auf 3.000 Euro
Absenkung der Viehzuschläge und Anpassung der Normalunterstellung
Anpassung der Anrechnung von Almflächen für die Teilpauschalierung
Anpassung des Klimarahmens an die klimatischen Veränderungen
Anhebung der Teilpauschalierungsregelung im Forst auf 16.000 Euro

Steuerliche Entlastungsmaßnahmen
Erhöhung der Umsatzgrenze für landwirtschaftliche Nebentätigkeiten von 33.000 Euro auf 38.500 Euro
Absenkung der Ust. für Zukaufs-Futtermittel und Saatgut auf 10 Prozent
Anpassung der EHW-Grenze zum Erhalt des Arbeitslosengeldes (Senkung des Prozentsatzes auf 2 Prozent)


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