Regionale Produkte für Gäste und Einheimische

Pitztal Regional kümmert sich als Verein um den Aufbau einer funktionierenden Vermarktung von regionalen Produkten im Pitzal. Mit dabei sind der TVB, die Gemeinden, Bauern und Touristiker.

24.10.2019


Andrea Lechleitner, Bäuerin am Tobadillerhof in Wenns, und Markus Kirschner, Hotelier in St. Leonhard, haben ein gemeinsames Ziel: Sie wollen die Gunst der Stunde nutzen und mit regionalen Produkten, die ursprünglich aus dem Pitztal kommen, Gäste wie Einheimische begeistern. Mit Unterstützung von Bund, Land und Europäischer Union (Leader) soll über den neu gegründeten Verein „Pitztal Regional" ein eigenes Label für Lebensmittel aus dem Tal aufgebaut werden.

Kreislaufwirtschaft
„Vor gut einem Jahr haben wir den Verein neu gegründet. Wir wollen eine funktionierende Kreislaufwirtschaft im Tal sicherstellen. Bauern, die hervorragende Lebensmittel produzieren, sollen einen Mehrwert erhalten, der aber auch beim Gast direkt ankommt. Die Produktionskette vom Landwirt über den Verarbeitungs- und Veredelungsbetrieb bis hin zur Küche in den heimischen Tourismusbetrieben muss dabei funktionieren", fasst Andrea Lechleitner zusammen. Sie vertritt die bäuerlichen Betriebe im Verein „Pitztal Regional". Touristiker Markus Kirschner schlägt in dieselbe Kerbe: „Alle Beteiligten sollen davon profitieren. Als Gastgeber weiß ich, warum die Menschen zu uns ins Tal kommen. Es ist in erster Linie das Naturerlebnis, das im Pitztal einzigartig ist. Sie schätzen die gepflegte Kulturlandschaft – und auch die Produkte aus dem Tal. Es ist auch unsere Aufgabe als Tourismusbetriebe, hier ein gemeinsames Zeichen zu setzen." Aufbauend auf rund eine Millionen Nächtigungen über das ganze Jahr verteilt ist der Tourismus die erste Zielgruppe des Vereins. „Wir haben gewusst, dass es nur funktionieren kann, wenn wir Produzenten und Endkunden verschränken. Das soll der Verein sicherstellen. Wir starten mit der Fleischsparte, immerhin werden rund 4.500 Schafe und Rinder im Tal gehalten", erklärt Markus Kirschner. Für die Vermarktung wird dazu ein eigenes Qualitätsprogramm gemeinsam mit den bäuerlichen Betrieben ausgearbeitet.
Um die Koordination zu bewältigen, unterstützt Magnus Gratl von der Gemnova den Verein. Er beschreibt seine Aufgabe so: „Ich muss Angebot und Nachfrage verknüpfen, so dass jeder – auch monetär – einen Vorteil erhält. So muss natürlich der Bauer mehr erlösen, aber auch der Gastronom kann eine Geschichte rund ums Produkt besser vermarkten, weil über das Etikett nachvollziehbar sein wird, woher das Tier stammt. Gleichzeitig wissen wir auch, dass wir nicht am Markt vorbei produzieren können. Ganze Tiere zu vermarkten, ist schwierig, weil manche eben nur Edelteile brauchen." Erste Gespräche sind erfolgreich verlaufen. So hat etwa der Pitztaler Gletscher als Großbetrieb im Tal ebenso seine Abnahme zugesichert wie die Hochzeiger Bergbahnen oder auch das Pflegeheim in Arzl. „Natürlich brauchen die Bergbahnen eher Faschiertes oder Gulasch. Das müssen wir entsprechend liefern. Und wir arbeiten bereits an der Umsetzung eines besonderen Burgers für das Pitztal, der für das ganze Tal zur Verfügung gestellt werden soll. Dieser Pitztal Burger mit Pitztaler Fleisch und Pitztaler Brot soll sich auf möglichst vielen Speisekarten wiederfinden. Die Produktion wird zentral organisiert", verraten Kirschner und Lechleitner. Zentrale Stellen sind damit auch die Schlachtbetriebe im Tal, in erster Linie aber die Gemeinschaftsschlachtstelle in Wenns, die erneuert werden soll.

Gemeinde stehen dahinter
„Wir sind seit der ersten Stunde Teil des Vereins, weil wir hinter der Idee und der Form der Umsetzung stehen", sagen die Talbürgermeister. Walter Schöpf als Standortbürgermeister in Wenns: „Uns ist auch klar, dass wir uns entsprechend um die Infrastruktur kümmern müssen. Die Schlachtstelle in Wenns steht bei uns ganz oben auf der Prioritätenliste. Die Gemeinden des Tales haben in einstimmigen Beschlüssen für eine Erneuerung votiert. Ende 2019 werden die konkreten Pläne auf dem Tisch liegen." Wie die Gemeinden sind auch der TVB und die bäuerlichen Organisationen mit am Tisch.


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