Nein zum Freihandel! Österreich legt Veto ein

Die Bauern sehen einen Lichtblick am Horizont: Vergangene Woche hat der österreichische Nationalrat ein Veto gegen das Freihandelsabkommen Mercosur eingelegt. Die Regierung ist daher verpflichtet, auf EU-Ebene gegen den Freihandel mit Südamerika zu stimmen. „Ein erster Schritt in die richtige Richtung“, ist LHStv. Bauernbundobmann Josef Geisler überzeugt.

26.09.2019


Das Bewusstsein für Regionalität und heimische Wirtschaftskreisläufe hat sich in den vergangenen Jahren stark gebessert", attestiert Josef Geisler den Tirolern ein bewussteres Konsumverhalten. Das Veto gegen das Freihandelsabkommen Mercosur sei ein klares Zeichen dafür, dass sich die Bevölkerung Lebensmittel aus heimischer Produktion wünscht und dass die Politik im Auftrag ihrer ein deutliches Signal gesetzt hat.

Veto konnte schlimmere Umweltschäden verhindern
„Wer die problematischen Entwicklungen in Südamerika verfolgt hat, der weiß, dass die dortige industrielle Landwirtschaft ein wahrer Klimakiller ist", so Geisler: „In Ländern wie Südamerika hingegen werden große Teile des Regenwaldes zerstört, um Platz für Mastbetriebe zu schaffen, die konträr zum Tierwohl und zum Klimaschutz agieren. Solche Praktiken können wir mit gutem Gewissen nicht unterstützen!" Daher sei Geisler froh über das österreichische Veto gegen das Freihandelsabkommen.

Heimische Landwirtschaft ins rechte Licht gerückt
In der aktuellen Klimadebatte wurde von gewissen Gruppierungen immer wieder die heimische Landwirtschaft für den Klimawandel verantwortlich gemacht. Die Diskussion um das Freihandelsabkommen Mercosur und die großflächige Brandrodung im Amazonasgebiet haben aufgezeigt, wo die Klimasünder wirklich sitzen.
„Den Konsumenten muss oft klar gemacht werden, wie gut es das Vieh auf unseren bäuerlichen Familienbetrieben hat. Man kann unsere Ställe mit durchschnittlich zwölf Kühen, die großteils noch einen Namen haben, nicht mit südamerikanischer Massentierhaltung vergleichen", verdeutlicht Geisler: „Natürlich hat das Tiroler Qualitätsprodukt seinen Preis, doch als gesundheits- und umweltbewusster Konsument muss die Wertschätzung so weit reichen."

Bauern müssen sich stärker profilieren
„Den Trend zur Regionalität müssen wir in Tirol nutzen, um die bäuerliche Ware stärker zu vermarkten und uns als Land der Qualitätsprodukte zu profilieren!", verstärkt Geisler. Aufklärung und Nähe zum Konsumenten könnten die heimischen Landwirtschaft voranbringen.


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