Aufklärung gegen Hundekot im Bezirk Landeck

Egal, ob Leinenpflicht versus Freilauf oder Gassisackerl versus Hundekot im Feld – Hundebesitzer und Bauern befinden sich in einem stetigen Spannungsfeld.

19.09.2019


Pilotprojekt in Landeck gestartet
Im Bezirk Landeck wurde ein Pilotprojekt gestartet, um Konflikte im Bezug auf Hunde zu entschärfen. „Hundehaltung und Zusammenleben" nennt sich das Projekt, das Vorträge mit diversen Schwerpunkten beinhalten soll. Drei Jahre lang wird über Hundekot in Wiesen oder wildernde Hunde im Wald aufgeklärt. In die Aufklärungskampagne von den Gemeinden, dem Land Tirol, der Landwirtschaftskammer, dem Tiroler Jägerverband und den Tourismusverbänden werden 105.000 Euro investiert.

Hundebesitzer oft unwissend
Die Hundeexpertin und Bäuerin aus Schnann, Ulrike Kerber, sieht mangelnde Kommunikation als Wurzel des Übels. Mit gegenseitigem Respekt, Sachkunde und gutem Management ließen sich die Probleme leicht vermeiden. „Vor allem das Bewusstsein der Hundebesitzer soll sensibilisiert werden", nennt Kerber den primären Punkt des Aufklärungsprojekts. So sind vielen Hundebesitzern die Auswirkungen des Hundekots gar nicht bewusst, der Jagdtrieb der vierbeinigen Lieblinge wird ebenso oft unterschätzt.
Ziel des Projekts ist es, den Hundebesitzern einen Leitfaden zu bieten, um zukünftig Konflikte, verursacht durch Unwissenheit, zu vermeiden. „Es geht darum zu klären: Wie verhalte ich mich im Wald, im Feld, bei Hunde- und Kinderbegegnungen, wie führe ich einen Hund, was heißt Beißprävention?", erläutert Ulrike Kerber.

Hundekot: „Grausig" und ungesund
Besonders heikel sieht Bauernbunddirektor BR Dr. Peter Raggl die Hunde-Problematik in der Landwirtschaft. „Viele Hundebesitzer handeln vorbildlich und sammeln mit den von den Gemeinden ausgegebenen Gassi-Säcken den Kot ein, um ihn ordentlich zu entsorgen. Es gibt aber immer wieder negative Ausnahmen. Die Hundehalter wissen gar nicht, welchen Schaden sie damit auf den Feldern der Bauern anrichten", so Raggl. „Ein Teil der Hundehalter glaubt immer noch, Hundekot sei ein guter Dünger. Das braucht Aufklärung", bekräftigt der Bauernbunddirektor. Schließlich sei Hundekot im Feld nicht nur „grausig", verunreinigtes Futter ist wertlos und kann auch Krankheiten übertragen – schadet also kurzum der Gesundheit von Mensch und Vieh. Für den Tiroler Bauernbund ist Aufklärung und Bewusstseinsbildung an oberster Stelle.


Aktuelle Termine

Sprechtag
Dienstag, 15. Oktober 2019
BLK Lienz

Details

Sprechtag
Mittwoch, 16. Oktober 2019
BLK Imst

Details

alle Termine


Hundekottafeln bestellen!

Die Hundekotproblematik ist ein ernst zu nehmendes Thema und betrifft viele Bauern in unserem Land. Wir setzen auf Aufklärung und bieten deswegen unsere Hundekottafeln zum Verkauf an. Infos, Bestellungen etc. unter tbb@tiroler-bauernbund.at oder Tel. 0512/59900-12

Infos, Preise, etc.

Infos, Preise, etc.

Unsere Adresse


Tiroler Bauernbund
Brixner Straße 1
A-6020 Innsbruck
Tirol - Österreich
Telefon +43 512 59900-12
Fax +43 512 59900-31

Email

Bauernbund Wetterservice


Unsere Bauernbund-Agrarwetterhotline ist täglich abrufbar unter: Tel. 0512/561593

aktuelles Wetter

Wozu Tiroler Bauernbund?


In unserem Imagefilm und der Infobroschüre erfahren Sie mehr über Ursprung, Aufgaben, Ziele und die Bedeutung des Tiroler Bauernbundes.

Aktuelle Videos

Broschüre

Volltextsuche


Die einfache Suche nach Personen, Orten, Dingen und Terminen!

Tiroler Bauernbund

powered by webEdition CMS