Nehammer: Ländlicher Raum braucht Chancen

Der Generalsekretär der österreichischen Volkspartei, Karl Nehammer, war Hauptredner beim Sommergespräch in Osttirol. Er gab interessante Einblicke in aktuelle politische Geschehnisse auf bundespolitischer Ebene und spannte vor rund 100 Besuchern den Bogen hin zum Maßnahmenpakt ländlicher Raum und zur nachhaltigen Absicherung heimischer Bergbauern.

05.09.2019

Wer im ländlichen Raum lebt, muss die gleichen Chancen haben wie in den Städten." Karl Nehammer nutzte die Gelegenheit, um den Plan der neuen Volkspartei für den ländlichen Raum vorzustellen, ein Werk mit elf Punkten von Ehrenamt bis Wasserstoff. Unter anderem beinhaltet er zudem eine neue Pendlerpauschale, Nahverkehr, Kindergärten, Breitband, Tradition und Kultur, auch Übersiedlung von Verwaltungseinheiten in die Peripherie.

Ungleiche Bedingungen bei Lebensmittelproduktion
Es müsse weiterhin alles unternommen werden, damit sich Österreich weiterhin als Vorbild in Sachen Klimaschutz und Nachhaltigkeit präsentiert. „Jedoch darf es nicht so sein, dass wir uns in Tirol und Österreich mit Auflagen und Hürden überladen und dabei übersehen, dass in den Ländern um uns herum all diese Auflagen für Produzenten nicht gelten", so Nehammer zur geplanten Vorgehensweise. Auch LHStv. Josef Geisler schlug in diese Kerbe und forderte klar: „Es kann nicht sein, dass unsere Bergbauern von Seiten der EU mit immer noch mehr Auflagen belastet werden, heimische Handelsketten damit werben und gleichzeitig aber in den Regalen der billigste Ware aus dem Ausland anbieten, die genau diesen Auflagen nicht unterliegen. Das gleich gilt übrigens auch für den Import von billigstem Fleisch aus Massentierhaltung aus Übersee," so Geisler.

Zuschusskürzungen auf Bundesebene ausgleichen
Martin Mayerl skizzierte die Themen für die Landwirtschaft im Gebirge und sprach das Thema Förderungen an: „Eine politische Herausforderung stellt zweifellos der Verteilungskampf auf europäischer Ebene über finanzielle Zuwendungen für die kommenden Jahre dar." Nehammer pflichtete bei und unterstrich noch einmal die Aussage, die Sebastian Kurz bereits beim Sommergespräch in Mutters verkündet hat. „Sollten den Landwirten die Zuschüsse gekürzt werden, so hat es uns Sebastian Kurz versprochen, wird die Bundesregierung versuchen, die finanziellen Verluste für die Landwirte mindestens auszugleichen." Wenn das Wahlergebnis eindeutig ausfalle, versteht sich.
Martin Mayerl brachte den Klimawandel ins Spiel, inklusive Sturmkatastrophe im vergangenen Oktober. Generell müsse sichergestellt werden, „dass wir im ländlichen Raum die gleichen Chancen haben, wie die Menschen im urbanen Raum," unterstrich Mayerl und ortete Handlungsbedarf bei der Versorgung mit Ärzten für Tier und Mensch. Auch dazu enthält das VP-Programmpapier einen Vorschlag, nämlich Landarztstipendien. Sie sollen einen Anreiz bilden, damit sich wieder junge Ärztinnen und Ärzte auf dem Land ansiedeln. Abschließend lobte Marin Mayerl das Förderpaket des Landes Tirol für den tiergerechten Stallausbau, das seit diesem Jahr greife.

Foto: V. l.: Bauernbunddirektor BR Peter Raggl, Karl Nehammer, Generalsekretär der österreichischen Volkspartei, Osttirols VP-Spitzenkandidat Matthias Scherer, Bgm. von Obertilliach , Landtagsabgeordneter Martin Mayerl und Bauernbundobmann LHStv. Josef Geisler.


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