Hechenberger: „Wir können unsere Almen nicht in Watte packen!“

Änderungen im ABGB und Almschutzgesetz: Eigenverantwortung und der Rechtssicherheit sind gesetzlich verankert. Für Bauern und Wanderer kann ein Miteinander auf den Almen in Zukunft gewahrt bleiben. Aufklärung und Information werden vorangetrieben.

05.09.2019

Das Oberlandesgericht Innsbruck schrieb vergangene Woche entgegen dem erstinstanzlichen Urteil der ums Leben gekommenen Urlauberin ein Verschulden zu. Das Gericht kam zum Schluss, dass auch die Wanderin als Tierhalterin ihre Pflichten verletzt hat. Sie hätte über die Gefahr, die von ihrem Hund ausging, Bescheid wissen müssen. Außerdem habe sie die vom Bauern aufgestellten Hinweisschilder nicht beachtet.
„Dass dem Bauern nicht erneut die alleinige Schuld zugesprochen wurde, ist sicherlich positiv zu sehen. Jedoch ist auch das Berufungsurteil des OLG immer noch nicht zufriedenstellend, weil es für den Almbauern in diesem Falle immer noch keine Rechtssicherheit gibt", zeigt LK-Präsident Josef Hechenberger auf. Das Urteil fußt noch auf der alten Gesetzgebung. In zukünftigen Fällen würden bereits die Änderungen im ABGB und im Almschutzgesetz zum Tragen kommen. „Umso mehr verdeutlicht dieses Urteil, dass die bisher erreichten rechtlichen Änderungen und Klarstellungen absolut notwendig waren – sowohl für unsere Almbauern, als auch für Wanderer, die nun eigenverantwortlich auf den Almen unterwegs sind", so Hechenberger.
„Das Kuhurteil aus Tirol hat in ganz Österreich für viel Gesprächsstoff gesorgt und es hat wieder einmal aufgezeigt, wie Eigenverantwortung auf den Almen einzuordnen ist. Wir haben von Seiten der Bundesregierung sehr schnell begonnen zu reagieren, weil wir die Gefahr gesehen haben, dass unsere Bäuerinnen und Bauern die Almen nicht mehr bestoßen würden und unsere Almgebiete dann nicht mehr bewirtschaftet werden. Das hätte zur Folge, dass unsere ländlichen Räume ausdünnen und nicht mehr lebenswert sind, wenn die Bewirtschaftung und damit einhergehend die touristische Nutzung ausbleiben würde", erklärt BM a. D. Elisabeth Köstinger. Die Gesetzesänderung brachte nicht nur mehr Rechtssicherheit für die heimischen Almbauern, sondern wurde auch die Eigenverantwortung von Almbesuchern gesetzlich verankert.
„Fakt ist, dass unsere Bäuerinnen und Bauern wissen müssen, was zu beachten ist, wenn sie ihr Vieh auf die Alm bringen!", stellt sich LK-Präsident Hechenberger erneut hinter die Almbäuerinnen und Almbauern. Bereits vor dem heurigen Almsommer wurden von der LK und dem Almwirtschaftsverein Informationsveranstaltungen, neue Schilder sowie Schulungen rund um das Thema „Almsicherheit" angeboten. „Dennoch kann man nicht jeden Weg abzäunen und jeden Besucher an der Hand nehmen. Wir können unsere Almen nicht in Watte packen! Immer wieder tauchen Videos und Bilder auf, die absolutes Fehlverhalten im Umgang mit Weidevieh dokumentieren. Wenn ein solches Fehlverhalten vorliegt, kann es nicht sein, dass der Bauer zum Schluss der Dumme ist!", schließt Hechenberger.


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